Fernwanderung auf dem Liechtenstein-Weg

21. Mai, 2020

Um den Liechtenstein-Weg und unsere gesammelten Abzeichen in der Li-Story-App zu komplettieren, mussten wir nun nur noch die Zusatzschleife „Rundgang Malbun“ erwandern. Also begaben wir uns dafür ins Alpengebiet Liechtensteins, wo wir im Ferienort Malbun unseren Rundgang starten konnten. Da die Bergbahnen ihren Betrieb erst Mitte Juni in Betrieb nehmen, mussten wir einen Extra-Weg bzw. Aufstieg in Kauf nehmen. Nachdem wir die erste Erlebnisstation freischalten konnten folgten wir nun für unseren Zuweg zum Liechtenstein-Weg dem Strässchen bergauf. Dieses führte uns direkt auf die Friedenskapelle Malbun zu, welche 1951 als Dank für die Verschonung Liechtensteins im Zweiten Weltkrieg erbaut wurde. Der schlichte, gemauerte Bau passt sich dabei der dahinter liegenden Bergkulisse des Ochsenkopfmassivs an und fügt sich so auch ausgezeichnet in die schöne Berglandschaft ein. Das Strässchen ging nun in ein Natursträsschen über, welches sich dem Hang entlang über den Ferienhäusern Malbuns entlang zog. In immer angenehmer Steigung führte uns der Weg bergan und ignorierten vorerst die Abzweigung der Liechtenstein-Weg-Führung. Diese sollten uns dann nämlich erst auf dem Rückweg, nach dem eigentlichen Startpunkt interessieren. Der schmale Bergweg führte uns durch die wunderschön blühende Alpenflora etwas steiler bergauf und wir erreichten ein Fahrsträsschen unterhalb der Lawinenverbauungen. Der Weg flachte nun wieder etwas ab und wanderten zwischen den Legföhren auf das Berggasthaus Sareis zu. Der höchste Punkt des Liechtenstein-Weg mit seinen 2002 Meter über Normalnull war erreicht und markierte auch den eigentlichen Startpunkt der Zusatzschleife. Hier konnten wir nun auch wieder eine Station in unserer App aktivieren und den schönen Rundblick auf die umliegende Alpenwelt Liechtensteins, der Schweiz und Österreichs werfen. Zu unserer Überraschung hatte das Bereggasthaus Sareis schon geöffnet und wir konnten es uns auf der sonnigen Aussichtsterasse mit einen guten Cappuccino mit Buttergipfel gut gehen lassen. Wir wanderten nach unserer schönen Pause vorerst wieder auf demselben Schotterweglein unseres Aufstieges zurück und waren doch sehr erstaunt, dass der Liechtenstein-Weg mit seinen Blau-Roten Wegweisern auf dieser Zusatzschleife gar nicht markiert war. Da wir aber Ortskundig waren, stellte sich die Wegführung uns nicht als Herausforderung dar. Wir wanderten so halt den „normalen“ Wegweisern nach auf dem Alpsträsschen oberhalb der Alpe Turna vorüber. Der Weg führte uns somit wieder in nördliche Richtung aus dem Talkessel hinaus. Auf dem Vorderstrich zeigte die Wegführung dann einen Richtungswechsel an und zweigten in den schönen Bergpfad ein, welcher hier als Panoramarundweg geführt wird. Mehrere kleine Bachläufe in ihren kleinen Tobel mussten nun gequert werden und wanderten so nun wieder leicht ansteigend in die hinterste Ecke des Talkessels ein. Nachdem wir das Fahrsträsschen überschritten hatten, wanderten wir auf der westlichen Hangseite wieder talauswärts. Zwei kleine Schneefelder waren zu queren, aber anonsten zeigte sich der toll angelegte Bergpfad von seiner besten Seite. Erst ging dieser mehrheitlich ziemlich eben, bevor uns der der schöne Bergweg nochmals etwas in die Höhe brachte. Wir erreichten wieder ein Alpsträsschen, schalteten dort auch die Erlebnisstation „Sport im Berggebiet“ frei und wanderten unter den Seilen der Skiliften hindurch. Das Strässchen macht nun schon bald wieder eine Kehrtwende und führte uns gemächlich durch den Hang zu den Häusern in Malbun hinab. Wir erreichten so das Ortszentrum des kleinen Ferienortes und folgten das kurze Stück der Strasse nach an unseren Ausgasort zurück. Nun hatten wir alle unsere Abzeichen (11 vollständig besuchte Gemeinden, 12 komplettierte Streckenabschnitte und 147 besuchte Erlebnisstationen) gesammelt und konnten so unser Unternehmen Liechtenstein-Weg dann zufrieden beenden. Wunderschöne Wanderung mit 10 Kilometern und 490 Höhenmeter in 3 Stunden Gehzeit. 

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15. Mai, 2020

Mit der 5. Etappe des Liechtenstein-Wegs, stand für uns bereits auch schon wieder der letzte Wandertag an. Der Bus brachte uns wieder nach Ruggell, wo wir bei der Haltestelle Rathaus unsere Tour fortsetzen konnten. Die ersten 7 Kilometer war nun mal etwas Flachwandern angesagt, bevor uns dann die Überschreitung des Eschnerberges bevorstand. Wir entfernten uns also von der Haltestelle und folgten vorerst der Hauptstrasse durch den Ort. Wir zweigten schon bald von dieser weg und gelangten zum Kuefer-Martis-Huus. Dieses typische Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert ist denkmalgeschützt und gilt als das Kulturhaus der Gemeinde Ruggell. Der Graspfad auf dem Binnendamm brachte uns dann schnurgerade durch eine wundervolle Natur dem schönen Kanallauf entlang in die Au. Dort knickte unser Weg in südöstliche Richtung ab und wanderten hinein ins Ruggeller Riet. Wir befanden uns hier mitten im grössten Naturschutzgebiet Liechtensteins. Flachmoore, Weiher, Hecken, Bäume und Wiesen bieten hier für über 700 Pflanzen und 1600 Tierarten einen idealen Lebensraum. So konnten wir unter anderem den Störtchen beim Nestbaum zusehen und uns auch an den wunderschönen blühenden Blumenpracht erfreuen. Wir wanderten vollauf begeistert durch das flache Riet und verliessen dieses Naturidyll dann beim Zollamt. Wir überquerten die Strasse und hielten uns auf den Waldrand beim Badböchel zu. Das Natursträsschen folgte diesem Waldsaum und wir zweigten dann bei Halameder in den Bergweg ein. Der sogenannte Hensileweg führte uns nun über Stock und Stein zum Teil ziemlich steil hinauf zur Unteren Burg Schellenberg. Sie ist eine von zwei Burgen, welche die Herren von Schellenberg im 13. Jahrhundert am Eschnerberg erbauten. Der Weg führte uns um diese historischen Überreste herum und stiegen über unzählige Holzstufen durch den Wiesdenhang zum Kloster der Schwestern vom Kostbaren Blut hoch. Wir erreichten somit auch das Ortszentrum der Gemeinde Schellenberg und wanderten nun in nördliche Richtung der Strasse nach. Wir passierten so den Sportplatz und bewegten uns erst im Wald und dann an Weidegebiete vorbei zur Kapelle am Hinterschellenberg. Wir liessen die Häuser rasch hinter uns und kamen so der österreichischen Grenze ziemlich nahe. Wir blieben jedoch jederzeit auf liechtensteinischem Staatsgebiet und zweigten vom Fahrsträsschen ab, um auf das Wanderweglein einzubiegen. Über wurzlige Pfade und am Schluss über ein paar Holzstufen wanderten wir dann hinauf auf das Felsband beim Gantenstein. Wir konnten von dort einen schönen Blick ins benachbarte Österreich werfen und folgten unserem Weg nun wieder mehr in südliche Richtung. Wir erreichten auf dieser Strecke einen kunstvoll geschaffenen Gedenkstein, welcher 2006 anlässlich der 200-jährigen Souveränität Liechtensteins geschaffen wurde. Hier machten wir noch ein Abstecher zu einem 15 Tonnen schweren Findling, welcher wohl vor rund 10000 Jahren seinen Weg von Graubünden bis hier auf den Gantenstein fand.  Wir tratenschon bald wieder aus dem Wald heraus und folgten weiterhin dem Kiesweg über den Vorderen Gantenstein. Zu unseren Rechten konnten wir die Obere Burg Schellenberg erblicken und fassten schon bald Fuss auf dem ehemaligen Schmugglerpfad. So erreichten wir dann auch schon bald die ersten Häuser der Gemeinde Mauren und folgten der Strasse abwärts direkt hinein in die Dorfmitte zur Kirche St. Peter und Paul. Die Markierungen leiteten uns leider verkehrsreich und etwas eintönig quer durch den Ort und gelangten dann über die Rietstrassen zum Naturschuztgebiet Birka. Die Erlebisstation der App erinnerte hier uns an die Ausmaße der Rheinüberschwemmung im Jahre 1927. Wir durchquerten auf schön angelegten Weglein das Maurer Riet und kamen so dem Maurer Ortsteil Schaanwald immer näher. Die Strasse brachte uns an den oberen Ortrand hinauf und wanderten oberhalb des Schaanwälder Funkenplatz an den Waldsaum an der österreichischen Grenze. Der sogenannte Grenzsteig brachte uns durch den Wald hinab und befanden uns nach Austritt des Waldes kurzzeitig auf österreichischem Staatsgebiet. Der Wanderweg führte uns jedoch sogleich wieder zurück in die Heimat, wo wir dann ein Teersträsschen erreichten und in einem Bogen zum Zollamt Schaanwald gelangten. Dort endete der Liechtenstein-Weg und unsere letzte Etappe auf diesem. Mit dem Bus gelangten wir dann wieder sicher nach Hause. Schöne Schlusswanderung mit 21 Kilometern und 410 Höhenmetern in 6 Stunden Gehzeit.

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14. Mai, 2020

Für die 4. Etappe auf unserer Tour auf dem Liechtenstein-Weg, begaben wir uns mit dem Bus wieder zurück nach Nendeln. Die Haltestelle Sebastianstrasse markierte unseren Startpunkt und wir zogen ein kurzes Stück der Hauptstrasse nach in südliche Richtung. En Strässchen brachte uns dann hinab zum Bahnhof Nendeln und wanderten nachdem wir die Geleise überquert hatten ins Feldgebiet hinaus. Ein Strässchen leitete uns in einem großzügigen Bogen in den Sportpark Eschen-Mauren hinein. Der ursprünglich markierte Weg war jedoch wegen den Corona-Massnahmen mit einem Gittertor versperrt, sodass wir den imposanten Altarüberbau, welcher 1985 zum Besuch von Papst Johannes Paul II. erbaut wurde, nur von der Ferne betrachten konnten. Wir entfernten uns dann so ausserhalb von dieser Sportanlage wieder und folgten dem zu der Hauptstrasse parallel verlaufenden Fahrweg. Der wegen einer Baustelle umgeleitete Weg führte uns am das Industriegebiet vorbei und zogen dann der Strasse nach in Richtung Zentrum von Eschen. Wir wanderten auf die sogenannten Pfrundbauten direkt neben der Pfarrkirche St. Martin zu. Währen Jahrhunderten gehörte diese besondere Gebäude-Ensemble dem Kloster Pfäfers und diente als Wohnsitz des Eschner Pfarrers. Leicht ansteigend folgten wir unserem Weg in die Güediga, zur alten Richtstätte wo einst der Galgen der Herrschaft Schellenberg stand. Das Strässchen brachte uns weiter bergan zu den Rebbergen bei Müssnen. Hier senkte sich das Strässchen wieder und wir wanderten zum Teil recht steil wieder hinab ins Oberdorf von Eschen. Unser Weg zog aber sogleich wieder bergwärts und passierten etwas später die Kapelle Heiligkreuz, welche im Volksmund besser unter den Namen Rofaberg-Kappelle bekannt ist. Die Kapelle befindet sich an einem geschichtsträchtigen Ort, da hier auf dem Vorplatz das Gericht der Herrschaft tagte und dann auch ihre Urteile fällte. Weiter aufwärts verliessen wir nun allmählich die Ortschaft Eschen wieder und wanderten auf die Anhöhe bei Krest. Auch wenn die Berge nebelverhangen waren, konnten wir trotzdem wunderbare Aussichten ins Liechtensteiner Oberland von da oben geniessen. Der Historische Höhenweg war nun auf einem Teilstück unser Begleiter und kamen so auf diesem hinab zum Kirchhügel von Bendern. Die Spuren auf eine Besiedlung dieses Ortes, weisen darauf hin, dass dieser Hügel wohl schon vor 4000 Jahren zur Bronzezeit bewohnt war. Wir stiegen per Strasse und Wanderweg wieder vom Hügel hinab ins Tal und wechselten über den Kanal auf den Rheindamm. Diesem folgten wir ein Stück weit und folgten dann der Markierung, welche uns zur Freizeitanlage Grossabündt brachte. Wir wanderten um den schön angelegten Badesee herum und zogen dann ins Ortszentrum hinein, bevor wir uns auf den Waldrand bei Oberbühl zu hielten. Das Asphaltsträsschen ging schon bald auf Naturbelag über und wir betraten den schönen Kratzera-Wald. Wir erreichten Kalchofa, dessen Flurname davon zeugt, dass hier einst in einem Klakofen Brandkalk hergestellt wurde. Alles Informative zu diesem Thema, konnten wir uns bei der bereits 109. Station des Liechtenstein-Wegs, von der App wiedergeben lassen. Der Fuhrweg brachte uns dann über die kleine Erhebung der Kratzera hinweg, wanderten dann erst gemächlich und dann etwas steiler bergab. Wir verliessen am Talboden den Tälewald und erreichten den Ortrand von Ruggell, der nördlichsten Gemeinde Liechtensteins. Die Wegweiser lotsten uns quer durch den Ort und erreichten so das Rathaus in der Dorfmitte. Dort endete unsere heutige Etappe und kehrten mit dem Bus wieder zurück in die Heimatgemeinde. Schöne Wanderung mit 15.5 Kilometwern und 250 Höhenmetern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. 

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13. Mai, 2020

Der dritte Tag auf dem Liechtenstein-Weg stand an und wir machten uns mit dem Bus auf nach Vaduz, um unsere Fernwanderung fortsetzen zu können. Die Bushaltestelle Post Vaduz war unser heutiger Startort und wir marschierten der Hauptstrasse nach gegen Norden zu. Beim Kreisverkehr stiessen wir nun wieder auf unsere bekannte Markierung des Liechtenstein-Wegs und konnten so unsere Tour wieder aufnehmen. Das Strässchen führte uns leicht ansteigend am Weingut der Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein entlang und erreichten so das Rote Haus. Dieses denkmalgeschützte Gebäude gilt neben dem Schloss als zweites Wahrzeichen von Vaduz und dürfte im 14. Jahrhundert entstanden sein.  Immer noch bergan führte uns das Strässchen auf den Waldrand zu, wo wir nun in ein schönes Wanderweglein einzweigen konnten. Der Waldpfad führte uns mehr oder weniger ebenaus durch den Wald des Baholz und passierten nach deren Austritt die Universität Liechtenstein. Nun wurde unser Weg flacher und führte uns der Strasse nach über die Mühleholzrüfi in ein Wohnquartier hinein. Wir wechselten kurz darauf über die Quaderrüfi in das Gemeindegebiet von Schaan, wo es weiterhin auf Nebensträsschen entlang weiterging. Die Markierung lotste uns dann zur befahren Hauptstrasse hin, wo wir dann einen Abstecher zu den Überresten des römischen Kastells machen konnten. Es war das grösste römische Bauwerk in Liechtenstein und wurde in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts errichtet. Wir wanderten weiter der Landstrasse nach in Zentrum der Gemeinde Schaan Die blau-roten Wegweiser leiteten uns quer durch den Ort, bevor der Weg dann nun anstieg und wir nach und nach aus dem Wohngebiet hinauskamen. Der Weg führte uns oberhalb des Klosters St. Elisabeth hinweg und konnten nun auf einem Flachstück zum Gamanderhof wandern. Nun stand uns mit den nächsten rund 300 Höhenmetern der Aufstieg nach Planken, kleinsten Gemeinde Liechtensteins bevor. Vorerst folgten wir etwas langatmig der Strasse bergauf und zweigten dann nach geraumer Zeit in ein Waldsträsschen ab. Dieses führte uns zum Plankner Kappile, welches zwar noch auf Schaaner Boden steht, aber 1880 von den Einwohnern Planken erbaut wurde. Dort wechselten wir nun seit langem wieder mal in einen schön angelegten Bergwanderweg ein. Dieser führte uns erst stufendurchsetzt und dann auf schönen Waldpfad durch das Bärlauchblütenmeer stetig hinauf und erreichten schon bald die ersten Häuser von Planken. Wir querten das beschauliche Dorf zu deren Nordseite hin und leider wurde uns heute durch den Nebel den sonstig herrlichen Blick ins Tal und die Drei Schwestern Bergkette verwehrt. Wir verliessen hier den Liechtensteiner-Weg, da durch die Nässe der steil abwärtsführende Bergpfad nicht empfehlenswert ist. So haben wir uns doch sehr mutig für eine unmarkierte Variante entschieden, welche nicht so steil ausfallen soll. Wir wanderten daher erst weiter bergan und zogen im Ortsteil Ossera in den Wald ein. Ein schöner Pfad brachte uns in ein paar Kehren hinab ins Tüfloch und überquerten dort den Grosslochbach über eine relativ neu erbaute und schöne Brücke. Der Wanderweg wurde nun etwas ruppiger und wir stiegen über rudimentäre Stufen aus dem Tobel empor. Der Weg wurde nun sehr schmal und an ein paar Stellen auch ziemlich ausgesetzt. Halteseile verschufen uns jedoch die nötige Sicherheit und wechselten vom steilen Hang sicher in den Wald hinein. Ein wurzeldurchsetzter Pfad brachte uns dann etwas steil hinab zum neuangelegten Rastplatz beim Sägaweiher. Wir liessen diese Idylle ein wenig auf uns wirken, bevor wir dann auf dem hervorragend präparierten Wanderweg unsere Tour fortsetzten. Kehre um Kehre schraubte sich der Weg nun hinunter und passierten dabei zwei wunderschöne Wasserfälle und eine tolle Aussichtsplattform. Wir näherten uns so immer mehr dem Talboden und erreichten schon bald wieder unsere Markierung auf dem Liechtenstein-Weg. Der Umweg hat sich aber auf alle Fälle gelohnt, war er doch sehr attraktiv und liess unsere wanderherzen regelrecht höher schlagen. Auch wenn im ersten Teil der Weg etwas anspruchsvoll ist, wo Trittsicherheit und Schwindelfreiheit durchaus von Vorteil sind, wäre das wohl durchaus die schöner Variante des Liechtenstein-Weg. Nachdem wir beim Steiarank das Waldgebiet verlassen hatten, passierten wir die Mauerreste einer römischen Villa, welcher seinen Ursprung ins 2. Jahrhundert nach Christus nachgesagt wird. Der Wanderweg ging nun wieder auf Asphalt über und wir folgten dem Strässchen in einer Schlaufe durch die Wohnquartiere. Wir näherten uns dem heutigen Etappenziel, nahmen aber noch bei der Kapelle St. Sebastian, die Informationen der Station Nr. 87 des Liechtenstein Wegs mit. Nur noch wenige Meter und wir hatten die Bushaltestelle erreicht und konnten dort unsere heutige Wanderung beenden. Schöne Wanderung mit 15.5 Kilometern und 490 Höhenmetern in 4 Stunden und 45 Minuten Gehzeit.

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12. Mai, 2020

Tag Zwei auf dem Liechtensteiner-Weg stand an und wir konnten diesen bequem von unserer Haustüre aus fortsetzten. So verliessen wir nach dem Frühstück unser Haus in Rotenboden und folgten der Strasse bergwärts. Die Markierung leitete uns schon bald auf ein Natursträsschen ein, das uns nun leicht abwärts dem Hang entlangführte. Wir bewegten uns, wie auch schon am Vortag, gleichzeitig auf dem Walser Sagenweg und konnten so die eine oder andere Sage noch bis Hinterprufatscheng auf unserem Weg mitnehmen. Aber unser Weg führte uns vorerst ins Erbi, wo wir das Strässchen jetzt verliessen und auf einen schmaleren Pfad einzweigten. Dieser führte uns nun im Zickzack mal weniger, mal etwas steiler durch den Erbiwald bergauf. Wir errichten so wieder ein Forststrässchen, welchem wir nun bis zum einstigen Weiler auf Hinterprufatscheng folgten. Der erstmals im 14. Jahrhundert erwähnte Weiler Prufatscheng gehörte zu den ersten Siedlungsplätzen der eingewanderten Walser. Der höchste Punkt des Tages auf dem Liechtensteiner-Weges war somit auch erreicht. Leider verhinderten die tief hängenden Wolken den sonst fantastischen Blick ins Rheintal und die Alpsteinkette und begaben uns nun halt ohne Aussicht auf den langen Abstieg ins Tal. Das Fahrsträsschen endete nun bald und wir zweigten in den schmalen Wanderpfad ein. Dieser führte uns dem steilen Hang entlang über Stock und Stein und verloren so schnell manchen Höhenmeter. Wir entstiegen danach dem Bergpfad und standen direkt vor der Burgruine Schalun, im Volksmund auch Wildschloss genannt. Diese im 12. Jahrhundert erbaute Burg thront prächtig auf einer exponierten Felskuppe und soll einer Sage nach als Behausung von Raubrittern hergehalten haben. Hier befand sich auch Station 32 des Liechtenstein-Wegs und so konnten wir uns von der App wiederum die nötigen Informationen herunterziehen. Wir wanderten danach dem breiten Natursträsschen in langgezogen Kehren schier endlos bergab und erreichten den Wegpunkt Letzi. Ebenaus führte uns der Weg direkt auf das Schloss Vaduz zu, welches sich hoch über Vaduz auf einer Felsterrasse befindet. Das Schloss gilt als Wahrzeichen und ist der Sitz der Fürstenfamilie Liechtenstein. Wir zogen der Strasse nach an den Burggemäuern vorüber und zweigten weiter unterhalb in den schmalen und steilen Schlossweg ein. Dieser führte uns hinab ins verkehrsfreie Städtle des Hauptortes Vaduz, durch welches wir nun flanieren konnten. Der Liechtenstein-Weg führte uns entlang der Museumsmeile mit dem Kunstmuseum und der Hilti Art Foundation, dem Postmuseum, der Schatzkammer und dem Landesmuseum hinein ins Regierungsviertel. Wir passierten das der Spätrenaissance nachempfundene Regierungsgebäude und wanderten kurz vor der Kathedrale St. Florin bergauf. So wanderten wir etwas in der Höhe oberhalb des Ortes entlang und zogen dann am Gerichtsgebäude vorbei zur Landstrasse hin. Die Markierungen leiteten uns erst am idyllischen Giessenbach und dann der befahrenen Landstrasse entlang zur Alten Rheinbrücke, wo wir über eine Steintreppe hinab ans Rheinufer wechselten. Dem Ufer folgend, wanderten wir bis zum Rheinparkstadions, wo wir uns dann wieder vom Rhein entfernten. Die Strasse führte uns dann wieder zurück ins Zentrum von Vaduz, wo sich die Zusatzschlaufe nun wieder schloss. Ein kurzer Fussmarsch brachte uns zur Bushaltestelle Post, wo unsere heutige Etappe dann auch ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 14 Kilometer und 186 Höhenmeter in 3 Stunden und 45 Minuten Gehzeit.

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