14. Mai, 2020

Liechtenstein-Weg 4: Nendeln - Ruggell

Für die 4. Etappe auf unserer Tour auf dem Liechtenstein-Weg, begaben wir uns mit dem Bus wieder zurück nach Nendeln. Die Haltestelle Sebastianstrasse markierte unseren Startpunkt und wir zogen ein kurzes Stück der Hauptstrasse nach in südliche Richtung. En Strässchen brachte uns dann hinab zum Bahnhof Nendeln und wanderten nachdem wir die Geleise überquert hatten ins Feldgebiet hinaus. Ein Strässchen leitete uns in einem großzügigen Bogen in den Sportpark Eschen-Mauren hinein. Der ursprünglich markierte Weg war jedoch wegen den Corona-Massnahmen mit einem Gittertor versperrt, sodass wir den imposanten Altarüberbau, welcher 1985 zum Besuch von Papst Johannes Paul II. erbaut wurde, nur von der Ferne betrachten konnten. Wir entfernten uns dann so ausserhalb von dieser Sportanlage wieder und folgten dem zu der Hauptstrasse parallel verlaufenden Fahrweg. Der wegen einer Baustelle umgeleitete Weg führte uns am das Industriegebiet vorbei und zogen dann der Strasse nach in Richtung Zentrum von Eschen. Wir wanderten auf die sogenannten Pfrundbauten direkt neben der Pfarrkirche St. Martin zu. Währen Jahrhunderten gehörte diese besondere Gebäude-Ensemble dem Kloster Pfäfers und diente als Wohnsitz des Eschner Pfarrers. Leicht ansteigend folgten wir unserem Weg in die Güediga, zur alten Richtstätte wo einst der Galgen der Herrschaft Schellenberg stand. Das Strässchen brachte uns weiter bergan zu den Rebbergen bei Müssnen. Hier senkte sich das Strässchen wieder und wir wanderten zum Teil recht steil wieder hinab ins Oberdorf von Eschen. Unser Weg zog aber sogleich wieder bergwärts und passierten etwas später die Kapelle Heiligkreuz, welche im Volksmund besser unter den Namen Rofaberg-Kappelle bekannt ist. Die Kapelle befindet sich an einem geschichtsträchtigen Ort, da hier auf dem Vorplatz das Gericht der Herrschaft tagte und dann auch ihre Urteile fällte. Weiter aufwärts verliessen wir nun allmählich die Ortschaft Eschen wieder und wanderten auf die Anhöhe bei Krest. Auch wenn die Berge nebelverhangen waren, konnten wir trotzdem wunderbare Aussichten ins Liechtensteiner Oberland von da oben geniessen. Der Historische Höhenweg war nun auf einem Teilstück unser Begleiter und kamen so auf diesem hinab zum Kirchhügel von Bendern. Die Spuren auf eine Besiedlung dieses Ortes, weisen darauf hin, dass dieser Hügel wohl schon vor 4000 Jahren zur Bronzezeit bewohnt war. Wir stiegen per Strasse und Wanderweg wieder vom Hügel hinab ins Tal und wechselten über den Kanal auf den Rheindamm. Diesem folgten wir ein Stück weit und folgten dann der Markierung, welche uns zur Freizeitanlage Grossabündt brachte. Wir wanderten um den schön angelegten Badesee herum und zogen dann ins Ortszentrum hinein, bevor wir uns auf den Waldrand bei Oberbühl zu hielten. Das Asphaltsträsschen ging schon bald auf Naturbelag über und wir betraten den schönen Kratzera-Wald. Wir erreichten Kalchofa, dessen Flurname davon zeugt, dass hier einst in einem Klakofen Brandkalk hergestellt wurde. Alles Informative zu diesem Thema, konnten wir uns bei der bereits 109. Station des Liechtenstein-Wegs, von der App wiedergeben lassen. Der Fuhrweg brachte uns dann über die kleine Erhebung der Kratzera hinweg, wanderten dann erst gemächlich und dann etwas steiler bergab. Wir verliessen am Talboden den Tälewald und erreichten den Ortrand von Ruggell, der nördlichsten Gemeinde Liechtensteins. Die Wegweiser lotsten uns quer durch den Ort und erreichten so das Rathaus in der Dorfmitte. Dort endete unsere heutige Etappe und kehrten mit dem Bus wieder zurück in die Heimatgemeinde. Schöne Wanderung mit 15.5 Kilometwern und 250 Höhenmetern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. 

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