15. Mai, 2020

Liechtenstein-Weg 5: Ruggell - Schaanwald

Mit der 5. Etappe des Liechtenstein-Wegs, stand für uns bereits auch schon wieder der letzte Wandertag an. Der Bus brachte uns wieder nach Ruggell, wo wir bei der Haltestelle Rathaus unsere Tour fortsetzen konnten. Die ersten 7 Kilometer war nun mal etwas Flachwandern angesagt, bevor uns dann die Überschreitung des Eschnerberges bevorstand. Wir entfernten uns also von der Haltestelle und folgten vorerst der Hauptstrasse durch den Ort. Wir zweigten schon bald von dieser weg und gelangten zum Kuefer-Martis-Huus. Dieses typische Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert ist denkmalgeschützt und gilt als das Kulturhaus der Gemeinde Ruggell. Der Graspfad auf dem Binnendamm brachte uns dann schnurgerade durch eine wundervolle Natur dem schönen Kanallauf entlang in die Au. Dort knickte unser Weg in südöstliche Richtung ab und wanderten hinein ins Ruggeller Riet. Wir befanden uns hier mitten im grössten Naturschutzgebiet Liechtensteins. Flachmoore, Weiher, Hecken, Bäume und Wiesen bieten hier für über 700 Pflanzen und 1600 Tierarten einen idealen Lebensraum. So konnten wir unter anderem den Störtchen beim Nestbaum zusehen und uns auch an den wunderschönen blühenden Blumenpracht erfreuen. Wir wanderten vollauf begeistert durch das flache Riet und verliessen dieses Naturidyll dann beim Zollamt. Wir überquerten die Strasse und hielten uns auf den Waldrand beim Badböchel zu. Das Natursträsschen folgte diesem Waldsaum und wir zweigten dann bei Halameder in den Bergweg ein. Der sogenannte Hensileweg führte uns nun über Stock und Stein zum Teil ziemlich steil hinauf zur Unteren Burg Schellenberg. Sie ist eine von zwei Burgen, welche die Herren von Schellenberg im 13. Jahrhundert am Eschnerberg erbauten. Der Weg führte uns um diese historischen Überreste herum und stiegen über unzählige Holzstufen durch den Wiesdenhang zum Kloster der Schwestern vom Kostbaren Blut hoch. Wir erreichten somit auch das Ortszentrum der Gemeinde Schellenberg und wanderten nun in nördliche Richtung der Strasse nach. Wir passierten so den Sportplatz und bewegten uns erst im Wald und dann an Weidegebiete vorbei zur Kapelle am Hinterschellenberg. Wir liessen die Häuser rasch hinter uns und kamen so der österreichischen Grenze ziemlich nahe. Wir blieben jedoch jederzeit auf liechtensteinischem Staatsgebiet und zweigten vom Fahrsträsschen ab, um auf das Wanderweglein einzubiegen. Über wurzlige Pfade und am Schluss über ein paar Holzstufen wanderten wir dann hinauf auf das Felsband beim Gantenstein. Wir konnten von dort einen schönen Blick ins benachbarte Österreich werfen und folgten unserem Weg nun wieder mehr in südliche Richtung. Wir erreichten auf dieser Strecke einen kunstvoll geschaffenen Gedenkstein, welcher 2006 anlässlich der 200-jährigen Souveränität Liechtensteins geschaffen wurde. Hier machten wir noch ein Abstecher zu einem 15 Tonnen schweren Findling, welcher wohl vor rund 10000 Jahren seinen Weg von Graubünden bis hier auf den Gantenstein fand.  Wir tratenschon bald wieder aus dem Wald heraus und folgten weiterhin dem Kiesweg über den Vorderen Gantenstein. Zu unseren Rechten konnten wir die Obere Burg Schellenberg erblicken und fassten schon bald Fuss auf dem ehemaligen Schmugglerpfad. So erreichten wir dann auch schon bald die ersten Häuser der Gemeinde Mauren und folgten der Strasse abwärts direkt hinein in die Dorfmitte zur Kirche St. Peter und Paul. Die Markierungen leiteten uns leider verkehrsreich und etwas eintönig quer durch den Ort und gelangten dann über die Rietstrassen zum Naturschuztgebiet Birka. Die Erlebisstation der App erinnerte hier uns an die Ausmaße der Rheinüberschwemmung im Jahre 1927. Wir durchquerten auf schön angelegten Weglein das Maurer Riet und kamen so dem Maurer Ortsteil Schaanwald immer näher. Die Strasse brachte uns an den oberen Ortrand hinauf und wanderten oberhalb des Schaanwälder Funkenplatz an den Waldsaum an der österreichischen Grenze. Der sogenannte Grenzsteig brachte uns durch den Wald hinab und befanden uns nach Austritt des Waldes kurzzeitig auf österreichischem Staatsgebiet. Der Wanderweg führte uns jedoch sogleich wieder zurück in die Heimat, wo wir dann ein Teersträsschen erreichten und in einem Bogen zum Zollamt Schaanwald gelangten. Dort endete der Liechtenstein-Weg und unsere letzte Etappe auf diesem. Mit dem Bus gelangten wir dann wieder sicher nach Hause. Schöne Schlusswanderung mit 21 Kilometern und 410 Höhenmetern in 6 Stunden Gehzeit.

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