13. Sep, 2020

Alpenpanorama Weg 1: Rorschach - Rehetobel

Der Alpenpanorama-Weg ist ein Fernwanderweg in der Schweiz, welcher vom Bodensee quer durch das ganze Land an den Genfersee führt. Er umfasst insgesamt 510 Kilometer und kann in 29 Etappen gut erwandert werden. Der Weg gehört zur Nationalen Route und ist durchgehend mit einem Weissen 3 auf grünen Grund markiert. 

 Eine Session mit 9 Etappen des Alpenpanorama-Wegs standen nun vorerst auf unserem Programm, da wir nicht soviel Zeit auf einmal aufwenden konnten, um den ganzen Weg am Stück zu erwandern. So werden wir in den nächsten Tagen vom Bodensee an den Zugersee wandern ind begaben uns nach Rorschach, wo wir unser ambitioniertes Unterfangen am Bahnhof beginnen konnten. Der Stadtlift brachte uns bequem aus der Unterführung hinaus und folgten nun der breiten Promenadenstrasse in östlicher Richtung. Die Markierung lotste uns dann in ein kleineres Strässchen ein, welches uns immer aufwärts durch die Quartiere des Rorschacherbergs führte. Wir unterquerten die Autobahn und wanderten auf Kieswegen durch die Weiden auf die Häuser von Wartensee zu. Wir konnten bereits auch schon Schloss Wartensee mit seinem wunderbaren Schlossgarten erblicken. Es handelt sich hierbei um einen historischen Gebäudekomplex, dessen Ursprünge auf das 13. Jahrhundert zurückgehen. Heute dient dieses Schloss als Tagungshotel und ist in Privatbesitz. Oberhalb des Schlosses verliessen wir nun die Strasse und folgten dem Wanderweglein zum Waldrand hinauf. Auf verschlungenen Pfaden wanderten wir durch den Wald bergauf und gelangten so fast gar unmerklich über die Kantonsgrenze von St. Gallen nach Appenzell Ausserrhoden. Der Wanderweg traf dann auch schon bald wieder auf eine Strasse und passierten dann die Häuser des Ortschäftchens von Wienacht-Tobel. Ein Strässchen führte uns unterhalb des Trassees der Rorschach-Heiden-Bahn dem Hang entlang und zweigten dann wieder in ein Naturweg ein. Wir querten die Geleise und wanderten hinauf zum Weiler Schwendi. Abermals führte uns der Weg auf die andere Seite der Bahngeleise und folgten dann dem Strässchen bergab in ein kleines schattiges Tobel. Eine Brücke brachte uns über den Mattenbach und stiegen dann etwas steiler auf dem ausgewaschenen Natursträsschen aus dem bewaldeten Tobelhang wieder empor. Der Weg flachte wieder etwas ab und so näherten wir uns dem Luftkurort Heiden. Eingebettet in die Hügellandschaft des Appenzeller Vorderlandes liegt dieses schmucke Städtchen sehr aussichtsreich auf einer Sonnenterasse über dem Bodensee. Die Markierungen wiesen uns den Weg durch den Ort und wir zweigten dann kurz nach der Klinik in das steil aufwärtsführende Strässchen ein. Wir gewannen nun wieder nach und nach an Höhenmetern und betraten nach dem kleine Weiler Schwanteln wieder ein Wanderweglein. Immer wieder kräftig und schweisstreibend bergauf wanderten wir dann schon bald den höchsten Punkt der heutigen Etappe entgegen. Wir hatten den 1122 Meter hohen Kaienspitz dann auch erreicht und konnten dort eine prächtige Aussicht über den Bodensee bis hin zum Alpstein geniessen. Über Wiesen wanderten wir dann wieder hinab zu einem Fahrsträsschen in Oberkaien. Diesem konnten wir nun hinab bis zur Kehre im Kronenbüel folgen. Ein Naturweg führte uns dann direkt auf den Ort Rehetobel zu. Nun war es nur noch ein Katzensprung zu unserer heutigen Unterkunft, dem erst gerade neu eröffneten Dorfhus Gupf. Wir beendeten dort unsere erste Etappe und bezogen unser Zimmer. Schöne Auftaktswanderung mit 12.5 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 773 Höhenmeter aufwärts.

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