14. Sep, 2020

Alpenpanorama Weg 2: Rehetobel - Appenzell

Die zweite Etappe auf unserem Alpenpanorama-Weg stand an und wir verliessen nach der erholsamen Nacht und dem reichhaltigen Frühstück, das Dorfhus Gupf wieder. Wir entfernten uns von der Dorfmitte und folgten dem Sackgässchen hinab zum Wiesenpfad. So wanderten wir bergab in ein kleines Wäldchen, querten den Holderenbach und entstiegen dem kleinen Tobel dann wieder. Über Wiesen führte uns der Weg von der Oberen Cholrüti zur Strasse im kleinen Weiler Lobschwendi. Der Weg führte uns aber schon gleich einmal wieder weg von der Strasse und wir wanderten phasenweise etwas steil hinab ins sogenannte Chastenloch. Über eine Brücke querten wir die rauschende Goldach und nahmen nun den sofortigen Wiederaufstieg aus diesem tiefen Tobel in Angriff. Das steile Kiessträsschen führte uns mit über 200 Höhenmeter zur Ortschaft Trogen sogleich dann wieder schweisstreibend bergauf. An den Sportanlagen entlang zogen wir dann in die Ortsmitte ein. Wir passierten den Landsgemeindeplatz, wo noch bis zu deren Abschaffung im Jahre 1997, jedes zweite Jahr unter freien Himmel über Sachgeschäfte abgestimmt worden war. Wir zogen durch die Gassen des Dorfes bergauf und wanderten am Kinderdorf Pestalozzi aus der Ortschaft hinaus. Unser Weg flachte vorerst nun wieder ab und wanderten auf dem Strässchen durch die schönen Weiden hindurch. So  tauchten wir dann bald in einen Wald hinein, wanderten auf Forstwegen und anschliessend auf wurzeldurchsetzten Pfaden durch diesen steil bergauf. Ein Strässchen brachte uns dann schliesslich hinauf auf die Hohe Buche mit Ihrem schmucken Aussichtsrestaurant. Die freundliche Wirtin entlarvte uns gleich als die Alpenpanorama-Wanderer und servierte uns die wohlverdiente Erfrischung und Stärkung an den Platz in der gemütlichen Wirtsstube. Schöne Ausblicke konnten wir so beim Mittagessen auf dem höchsten Punkt (1130 M.ü.M) unserer heutigen Etappe mitgeniessen. Die wunderbaren Ausblicke auf den Alpstein und das St. Gallerland waren einfach fantastisch. Wir folgten nach der Stärkung unserem Weiterweg über die Wiesen des breiten und aussichtsreichen Geländerückens nun wieder hinab. Beim Ferienhaus auf dem Wissegg ging es dann wieder ein kurzes Stück dem Fahrsträsschen entlang, bevor ein Naturweg abzweigte, welcher uns auf ein Wäldchen zu brachte. Wir konnten schon bald einen ersten Blick auf das Dorf Bühler erhaschen und fassten dann auch mal wieder Hartbelag unter unsere Füsse. Wir querten den Ort der Strasse nach und wechselten über die Brücke die Uferseite des Rotbaches. Ein weiter steiler und schweisstreibender Anstieg stand uns nun wieder bevor und folgten unserem Weg also wieder bergauf. Wir traten vom ausserrhodischen in den innerrhodischen Kantonsteil über und arbeiteten unsere Höhenmeter über Wiesen und Wäldchen bis zum Übergang auf dem Obern Saul in der prallen Mittagssonne tüchtig ab. Weit hinten konnten wir der Talkessel von Appenzell erahnen und wir konnten mit dem äusserst gemächlichen Abstieg beginnen. Mit immer wieder schönen Aussichten wanderten wir über unzählige Wiesenpfade und kleine Strässchen stetig bergab. Ein paar Stufen erleichterten uns das Durchqueren eines steilen Wäldchens und folgten dann schlussendlich wieder über Wiesen hinab zum Talboden. Wir passierten das Spitalgelände und zogen der Strasse entlang zur Sitterbrücke. Der Dorfkern von Appenzell mit seinem farbigen und schmucken Dorfkern war erreicht und wir schlugen dann unseren Weg in Richtung Bahnhof ein. Wir überquerten zweimal die Geleise und erreichten dann schon gleich unsere Unterkunft B&B und Schokohaus Neuhof, wo unsere heutige Etappe ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 19 Kilometern in 6 Stunden Gehzeit. Insgesamt 730 Höhenmeter aufwärts.  

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