15. Sep, 2020

Alpenpanorama Weg 3: Appenzell - Schwägalp

Nach der erholsamen Nacht und der obligaten morgendlichen Stärkung verliessen wir das B&B Neuhof nun wieder um die 3. Etappe des Alpenpanorama-Wegs in Angriff nehmen zu können. Heute waren wir gespannt, wie und ob die Routenführung markiert ist. Dieser Wegabschnitt Appenzell – Schwägalp, welcher neu über den Kronberg führt, ist nämlich erst seit Frühjahr 2020 Teil des Alpenpanorama-Wegs. Wir waren mit GPS ausgerüstet und konnten uns so auch notfalls am vorab erstellten Track orientieren. So wanderten wir vom Hotel aus an den Sportanlagen vorüber und erreichten eine breite Strasse. Wir folgten dieser nun aus dem Dörfchen Appenzell hinaus. Wir verliessen die Strasse nach der ersten Kehre und wanderten auf dem Weglein auf den Waldrand zu. Der kehrenreiche und stufendurchsetzte Wanderweg führte uns durch das steile Gelände im schönen Steintobelwald empor und gewannen so unsere ersten Höhenmeter des Tages. Als wir dann wieder aus dem Wald heraustraten, wanderten durch die saftigen Wiesen auf den Campingplatz Eischen zu. Der Weg führte uns mitten durch das Camping-Gelände hindurch und verliessen dieses auf deren Südseite dann aber wieder. Wir konnten nun wieder etwas flacher wandern und zogen durch die Weiden der schönen Hochebene. Ein Strässchen führte uns am Hotel Kaubad vorüber und wanderten ins kleine Kaubachtal hinein. Wir verliessen schon bald das Strässchen und stiegen dann ziemlich steil den schattigen Hang hinauf. Ein wunderschönes schmales wurzeliges Waldweglein brachte uns immer mehr in die Höhe. Wir erreichten so den Grat auf der Wasserschaffen, wo der Pfad dann in das Alpsträsschen einmündete. Immer wieder etwas ansteigend wanderten wir nun diesem wunderbaren und aussichtsreichen Grat entlang, welcher uns zum Fahrsträsschen auf die Scheidegg zuführte. Das heimelige Bergrestaurant aus dem Jahre 1925 kam uns nun gerade recht und wir kehrten kurzerhand für den wohlverdienten Zwischenstopp dort ein. Am Fusse des Kronbergs gelegen, erwartete uns eine sensationelle Aussicht auf den imposanten Alpstein, hinab ins liebliche Tal des Appenzellerlandes bis hin zum Bodensee. Nach unserer Pause machten wir uns wieder auf und folgten weiterhin dem Gratweg über den Gross Chenner zur kleinen und schmucken Kapelle St. Jakob. Prächtig thront dieses kleine Gotteshaus, dessen Ursprünge auf das Jahr 1882 zurück gehen, auf dem Grat des Kronbergs. Der Wanderweg wurde wieder steiler und führte uns weiterhin bergauf. Die Bergstation des Kronbergs trat in unser Blickfeld und wanderten der Gratkante entlang auf diese zu. Schon bald erreichten wir den Gipfel des Kronbergs mit seinen 1663 Metern und markierte so auch den höchsten Punkt der heutigen Etappe. Wir stärkten im uns Bergrestaurant dann nochmals und widmeten uns danach mit dem Abstieg auf die Schwägalp. Über zum Teil recht steile Wiesenhänge führte uns der ausgewaschene und unwegsame Pfad bergab und verloren so ziemlich rasch an Höhe. Beim Langälpli flachte der Weg dann aber wieder ab und durchquerten ein kleines Tälchen. Das Wanderweglein zog dann aber bald wieder etwas in die Höhe und tauchten in den Bruggerwald. Wir wanderten durch den romantisch wirkenden Wald hinaus, querten ein schönes Hochmoor und erreichten die Chammhaldenhütte. Wir wechselten dort auf ein Fahrsträsschen und dann auch wieder die Kantonsgrenze zum ausserrhodischen Teil Appenzells und folgten diesem bergab. Nochmals über Alpwiesen wanderten wir mehr oder weniger ebenaus und erreichten so die Talstation der Säntisbahn. In unmittelbarer Nähe befand sich dann auch „Säntis – das Hotel“, welches dann auch unser Etappenziel markierte. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 1015 Höhenmeter aufwärts.

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