17. Sep, 2020

Alpenpanorama Weg 5: Stein - Amden

Nach der erholsamen Nacht und unserer morgendlichen Stärkung, schnürten wir unsere Wanderschuhe wieder, um heute die 5. Etappe des Alpenpanorama-Wegs zu machen. Diese Route haben wir schon mal vor 7 Jahren absolviert und waren noch gespannt, was da alles in unseren Köpfen so hängen geblieben ist. Also verliessen wir das Hotel Restaurant Ochsen und folgten ein kurzes Stück der Hauptstrasse durch den Ort. Der Alpenpanorama-Weg zweigte dann weg und das leicht ansteigende Strässchen führte uns an ein paar verstreuten Häusern vorbei hinauf aufs Eggli. Wir verliessen die Strasse und zweigten ein Naturweg ein, welcher uns ins Wäldchen zum Dürrenbach brachte. Der Weg wurde nun zunehmend steiler und wir wanderten dem Lauf des Dürrenbach durch das enge Tobel bergauf. Der steinige und wurzeldurchsetzte Waldweg schlängelte sich am plätschernden Bach stetig in die Höhe, passierten dabei unzählige künstliche Wasserfälle und zogen in der Böschweid dann aus dem Tobel hinaus. Der Wald lichtete sich und wir wanderten durch ein hochmoorartiges Gelände. Der Wanderweg führte uns aber schon bald wieder in den Wald hinein und zogen nun etwas steiler auf diesem bergauf. Der schmale Pfad windete sich im steilen Bord immer weiter in die Höhe und wir traten dann nach einiger Zeit aus dem Schärswald heraus. Die letzten rund 100 Höhenmeter über die schönen Alpweiden meisterten wir jedoch auch noch und erreichten mit der Vorder Höhi den höchsten Punkt unserer heutigen Etappe. Wir umrundeten das Alpgebäude und konnten nun einen ersten fantastischen Blick auf die Glarner Alpen werfen. Das geteerte Alpsträsschen brachte uns etliche Höhenmeter wieder hinab, bevor wir der Markierung auf den Wanderweg am Hang entlang Folge leisteten. Wir bewegten uns jetzt gleichzeitig auch auf dem Ammler Höhenweg, welcher für seine Aussichten und sein geschütztes Moorgebiet weitherum bekannt ist. Im stetigen Auf und Ab wanderten wir auf wunderbarem Wanderpfaden um den Gulme herum. Wir querten dabei immer wieder kleine Wäldchen und wurden aber auch mit schönen Aussichten belohnt. Der attraktive Wanderweg führte uns unterhalb der Alpwirtschaft Furgglen vorüber und wanderten so ins Hochmoor von Letzbüel ein. Die sumpfige, mit Legföhren überwachsene Naturlandschaft ist von grosser nationaler Bedeutung und wurde deshalb auch unter Naturschutz gestellt. Der Pfad ging nun in ein Strässchen über und konnten diesem ebenaus zur Alp auf der Hinter Höhi folgen. Das Teersträsschen führte uns nun gemächlich bergab auf den Strichboden und gelangten weiter unten zum Bergrestaurant Walau und Bergstation des Niederschlag-Bahn. Hier könnte man bequem mit dem Sessellift nach Amden hinunter schweben oder man nimmt den ziemlich direkt verlaufenden Wiesenweg hinab. Wir hatten doch gestern schon sehr steile Weiden zu meistern und morgen stand ja noch die längste Etappe der Session auf dem Programm. Deshalb machte wir es uns auf dem Sessellift bequem und liessen uns die letzten Höhenmeter in den Dorfkern von Amden hinunter gondeln. Von der Talstation war es dann auch nur noch ein Katzensprung ins Hotel Sonne. Dort endete unsere 5. Etappe auf dem Panoramaweg und konnten uns nun wieder Frisch und Fit für die morgige Tour machen. Schöne Wanderung mit 13 Kilometern in 4.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 775 Höhenmeter aufwärts.

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