20. Sep, 2021

Alpenpanoramaweg 10: Zug - Adligenswil

Fast genau ein Jahr war es nun her, als wir die erste Session auf dem Alpenpanorama-Weg in Zug beendet hatten. Nun standen wir wieder an dessen Bahnhof, um die zweite Session mit 8 weiteren Etappen in Angriff nehmen zu können. Wir verliessen das Bahnhofsgebäude und folgten der breiten Alpenstrasse direkt hinab zum Ufer des Zugersees. Hier fanden wir wieder unsere bestens bekannte Markierung Nummer 3, welcher wir fortan für die nächsten 8 Tage wieder Folge leisten konnten. Wir wanderten so auf dem sogenannten Alpenquai dem Ufer entlang und passierten schon gleich den Hirschgarten. Bereits 1898 wurde hier am Zugersee ein Hirschgehege eingerichtet, welches mit einer stattlichen Anzahl von Axishirschen besetzt ist. Unser Weg führte uns dann weiter geradeaus durch den schön angelegten Abenteuerspielplatz hinaus und entfernten uns beim Yachthafen vom Seeufer weg. Ein kurzes Stück folgten wir der befahren Hauptstrasse, bevor wir auf dem Chamer Fussweg am Strandbad vorbei weitermarschierten. Eine Brücke brachte uns über den Flusslauf der Lorze und stiessen nach dem Campingplatz auf den unbefestigten Uferweg. So wanderten wir hinein ins wunderbare Naturschutzgebiet Choller. Durch dieses einst wohl sehr ausgedehnte Feuchtgebiet, das in den letzten Jahrzehnten aber stark geschrumpft ist, zog sich unser Weg durch Riet, Auenwald, Feldern zur Bahnstation Alpenblick. Wir hatten nun den Ortsrand von Cham erreicht und fassten nun wieder Hartbelag unter unsere Füsse. Wir passierten die Parkanlage Hirsgarten und überquerten über die Fussgängerbrücke abermals die Lorze, welche hier wieder aus dem Zugersee abfliesst. So traten wir dann auch ein in den prachtvollen Villette-Park, welcher mit seinen 46‘000 Quadratmeter wohl ein sehr beliebtes Naherholungsgebiet darstellt. Die Markierung führte uns dann aber wieder weg vom Ufer und wir gelangten so zum Bahnhof von Cham. Hier folgten wir immer dem Bahntrasse entlang, bis wir die Station Hünenberg Zythus erreicht hatten. Weiterhin auf der Strasse wandernd zogen wir durch die Quartiere wieder mehr in die Seenähe. Wir liessen nun allmählich das Siedlungsgebiet hinter uns und wanderten durch weites landwirtschaftlich geprägtes Gebiet zwischen Zugersee zur Linken und einem ausgedehnten Golfplatz zur Rechten. Das Strässchen zog dabei sich leicht schlängelnd durch diese Weite hinaus und wir erreichten so das Ortschäftchen Buonas mit seiner schmucken Kapelle St. German. Das kleine Gotteshaus wurde um 1631 erbaut und steht unter Denkmalschutz des Kantons Zug. Wir entfernten uns nun endgültig vom Zugersee und es begann nun nach 11 Kilometer mehr oder weniger flachwandern der Anstieg vom Tage. Wir durchstreiften die Quartiere von Buonas und hielten uns auf die bewaldete Erhebung des Chilchbergs zu. Wir folgten erst dem Waldrand und überquerten danach die Autobahn. So traten wir dann auch über die Kantonsgrenze nach Luzern über und folgten dem Strässchen zu den ersten Häuschen von Meierskappel. Nach der Katholischen Kirche stieg unser Weg nun etwas steiler an und wir wanderten oberhalb von Meierskappel so in die Höhe. Bei Obertal konnten wir nach sehr langer Zeit wieder mal natürlichen Untergrund unter unseren Füssen spüren und wandert auf dem schönen Wege stets bergauf. Wir arbeiteten uns so hinauf zum Michaelskreuz, welches auch gerne als kleine Rigi bezeichnet wird. Mit seinen 771 M. ü. M. zwar ein kleiner Berg, aber trotzdem bot er uns eine grossartige Aussicht zurück aufs schöner Zugerland. ein Bänklein bot uns einen aussichtsreichen Platz für unsere wohlverdiente Mittagsrast und konnten unsere Batterien wieder voll tanken. Nach der Stärkung machten wir uns auf den Abstieg und folgten wechselweise durch schmale Wiesenwege und breite Strässchen stetig bergab und erreichten nach einiger Zeit durch einen Wiesenhang die Ortschaft Udligenswil. Wir wanderten durch den Ortskern hinaus und verliessen das Dorf auf deren Westseite dann auch wieder. Der Naturweg führte uns auf aussichtsreicher Flur hinab ins Götzental, stiegen dann jedoch gleich wieder auf dem Strässchen empor bis nach Dallenbach. Unser Ziel Adligenswil gelangte nun ins Blickfeld und so auch in greifbare Nähe. Wir wanderten auf dem Strässchen bergab und erreichten im Zentrum unser Unterkunft Landgasthaus Rössli. Längere, aber schöne Wanderung mit 24 Kilometern in 6.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 490 Höhenmeter aufwärts.

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