22. Sep, 2021

Alpenpanoramaweg 12: Malters - Menzberg

Nach der erholsamen Nacht und der morgendlichen Stärkung, machten wir uns wieder auf und verliessen das Hotel Kreuz wieder, um die 12. Etappe des Alpen Panoramaweg in Angriff zu nehmen. Der Strasse entlang wanderten wir wieder durch den Ort hinaus und gelangten so zurück ans Ufer der Kleinen Emme. Dort fanden wir dann auch wieder unsere bestens bekannte Markierung Nr. 3 und folgten auf schönem Wege dem Flusslauf durch den Auenwald. Der Weg mündete dann in ein Natursträsschen ein und wanderten über offenes Gebiet weiterhin flussaufwärts. Immer wieder passierten wir romantische Auenwäldchen, leider wird diese Idylle vom Verkehrslärm der Umfahrungsstrasse jenseits des anderen Ufers etwas gestört. Der Taleinschnitt wurde bald etwas enger. Und die bewaldeten Hänge ragten etwas steiler in Höhe und der Wanderweg ging nun wieder auf ein Natursträsschen über. Wechselweise durch Wald und Aue wanderten wir aber weiterhin den Windungen der Kleinen Emme im entlang in Richtung des Wallfahrtsortes Werthenstein. Hoch oben auf dem schroffen Felsen thront dort das sehenswerte Kloster Werthenstein aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die Geschichte des Klosters beginnt bereits im 16. Jahrhundert und wird mit einer Engelserscheinung in Verbindung gebracht. Der Ort mauserte sich zu einem Pilgerort und galt einst als zweitgrösster Wallfahrtsort direkt nach Einsiedeln. Wir stiegen nun wieder vom Klosterhügel hinab, passierten das sogenannte Gnadenbrünneli, dem angeblich heilsamen Wasser zugeschrieben wird. Über eine alte gedeckte Holzbrücke überquerten wir die Kleine Emme und fanden uns so in der Dorfmitte wieder. Ein aufwärtsführendes Strässchen brachte uns hinein ins Buechwäldli und schliesslich kurz vor den Weiler Höchweid, wo es nun über Weideland weiterging. Die ersten Industriebauten von Wolhusen waren bald erreicht und wir wanderten mal wieder auf geteerten Strassen. Sehr verkehrsreich führte unsere Route durch den Ort Wolhusen hindurch und folgten der Windung der Kleinen Emme, welche hier aus dem Entlebuch herausfliesst. Wir erreichten so die Quartiere in der Hinder Kommetsrüti und stiegen nun in mehreren Kehren äusserst steil bergauf aufs Schruffenegg. Wir erreichten dort wieder eine Strasse und der Weg flachte etwas ab. Bei einem Gehöft auf Mättenlehn zweigte der Alpenpanorama-Weg von der Strasse weg und wir wanderten auf grasigen Pfaden weiter. Schon bald grüsste uns etwas unterhalb der moderne Kirchenbau St. Anna auf dem Steinhuserberg, welcher sich hier schön in die sanfte Hügellandschaft einbettet. Eine kleine Jagdhütte etwas abseits des Weges bot uns in einem schönen Unterstand Platz  für unsere verdiente Mittagspause. Nach der Stärkung folgten wir ein kurzes Stück der Asphaltstrasse und stiegen dann wieder über Wiesen hinauf nach Ätzelschwand, wo wir ein Natursträsschen erreichten. Wir wanderten so nun dem aussichtsreichen Höhenzug entgegen und entdeckten schon bald ein Bänklein mit schönster Aussicht. Eine kurze Verschnaufpause kam uns da auch gerade recht und verweilten an diesem schönen Ort einen Moment. Wir wanderten erst auf grasigen Wegen etwas bergab und folgten dann dem Strässchen gleich wieder aufwärts aufs Gutenegg. Die Strasse führte uns in den Wald der Hasemattweid hinein, wo wir dann wieder auf naturnäheren Untergrund einzweigen konnten. Der Weg führte uns kräftig aufwärts übers Kaltenegg zu einem Hof auf Oberlehn. Nun hatten wir es schon fast geschafft. Die Markierung lotste uns ein letztes Mal von der Strasse weg und wir wanderten mit prächtigen Aussichten über den Schmittehubel. Nach einem kleinen Wäldchen erreichten wir dann auch bereits die ersten Häuser von Menzberg und erblickten das historische Hotel aus dem 19. Jahrhundert, welches heute unsere Unterkunft sein sollte. Wunderschöne Wanderung mit 21 Kilometern in 6.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 700 Höhenmeter aufwärts.

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