23. Sep, 2021

Alpenpanoramaweg 13: Menzberg - Lüderenalp

Etappe 13 auf dem Alpenpanorama-Weg stand an und wir machten uns nach dem Frühstück also wieder auf und verliessen das historische Hotel Menzberg. Wir folgten dem Weg vom Vortag über den Schmittebubel zurück nach Oberlehn und verliessen die Strasse dann auch schon bald. Ein sanfter Anstieg brachte uns auf die Lichtung des Waldighubel und folgten dann dem Fahrsträsschen wieder bergab. Wir passierten das das Waldegg-Beizli und wanderten mit schönen Aussichten auf das Napfbergland mehr oder weniger ebenaus auf die Gmeinalp zu. Beim Gitznichnubel verliessen wir nun das Natursträsschen und wanderten auf dem Wiesenpfad um diesen kleinen Hügel herum. Wir trafen etwas später wieder auf ein Strässchen, welchem wir nun über den bewaldeten Grat hoch über dem Chrachegraben folgten. Wir bewegten uns im schönen Änziwald, wo sich der Weg dann zur Chrotthütte verzweigte. Diese idyllisch gelegene unbewirtschaftete Hütte befindet sich im hinteren Teil des Chrachegrabens und gehört dem SAC-Pilatus an. Wir hatten hier vor über drei Jahren schon mal Pause gemacht, um uns für den Anstieg zum Napf aus dem Rucksacksack zu stärken. Heute wanderten wir weiter und querten etwas danach den Chrachebach. Es folgte nun der Ausstieg aus dem Chrachengraben, welcher uns über wurzlige Pfade ziemlich steil und zügig in die Höhe brachte. Wir wanderten oberhalb des sagenumwobenen Änzilochs weiterhin, zum Teil sehr steil bergauf und erreichten das Stächelegg mit seinem imposanten Felsenkessel der Stächeleggflue. Der Sage nach sollen hier unstete Geister und Gespenster aller Art wohnen. Diese seien in den Villmergerkriegen in eine Kiste gelockt, eingesperrt und in das Änziloch geworfen worden. Wir passierten nun auch die Kantonsgrenze zu Bern und machten beim gemütlichen Alpbeizli auf der Stächelflueh gerne einen Halt und stärkten uns wieder. Es standen uns danach nochmals rund 100 Höhenmeter bevor, um den höchsten Punkt unserer heutigen Etappe, den Napf auf 1406 M.ü.M zu erreichen. Der gut ausgebaute, aber auch steinig und steile Weg führte uns dazu auf den wunderbaren Aussichtsgipfel empor. Auf dem Dach des Emmentals angekommen, konnten wir eine fantastische Rundsicht zu den Alpen und den Jura geniessen. Eine relativ grosse Menschenmenge auf dem Gipfel, bewog uns jedoch, wieder schnell weiterzuziehen. Wir verliessen das Gipfelplateau, wo uns nun ein ziemlich steiler Abstieg über den Bergkamm beim Grüeblihengst hinab brachte. Auf schmalen Pfaden wanderten wir dann. an der ziemlich steil abfallenden Napfflue entlang, zur Wirtschaft Niederänzi hin. Das Strässchen führte uns nun auf einem kurzen Stück Hartbelag hinab auf den Änzisattel, wo uns gleich wieder ein sehr, sehr steiler Anstieg erwartete. Der breite Feldweg führte uns dazu kräftig in die Höhe und erreichten so die Alpgebäude auf dem Hochänzi. Ein kleiner Hofladen mit Sitzgelegenheit, bot uns dort nun ein idealer Platz für unsere etwas verspätete Mittagspause. Der Weg flachte dann ab und wurde im Schwandgrabe dann auch wieder schmaler. Wurzlig und ziemlich steil wanderten wir dann auf dem schmalen, unwegsamen Pfad bergab. Ein schöner Gratweg führte uns durch die bewaldete Anhöhe des Lushüttentritt hindurch. Wir passierten schon bald die Alpbeiz Lushütten und wechselten Chaltenbachgraben in den Goldbachgraben. Ein sehr schmaler Pfad führte uns oberhalb des Grabens und dann am Geissgrat entlang zur aussichtsreichen Geissgratflue hin. Wir wechselten über das Homattgätterli in einem weiteren Emmentaler Graben, den Chaltegrabe und wanderten weiterhin auf schmalen Wegen durch die steilen Hänge. Im ständigen Auf und Ab durchwanderten wir so die schöne Emmentaler Hügelwelt. Am Rotchnubel erlaubte uns rechtsseitig offenes Gelände einen Blick übers Emmental und die Berner Alpen bevor der Weg dann wieder aber auf die linke Seite wechselt, wo wir einzelne Bauernhöfe erblicken konnten. Der Weg verbreiterte sich allmählich wieder und wanderten leicht wellig dem Grat entlang. Wir querten schliesslich ein kleines Wäldchen und standen nachdem wir dieses verlassen hatten, vor dem Hotel Bärnsicht auf der Lüdernalp. Dieses markierte dann auch unser Etappenziel und wir bezogen unser Zimmer. Schöne Wanderung mit 21 Kilometern in 7.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 800 Höhenmeter aufwärts.

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