26. Sep, 2021

Alpenpanoramaweg 16: Münsingen - Rüeggisberg

Heute machten wir uns zeitig auf, standen uns doch heute wieder über 20 Wanderkilometer bevor. So schnürten wir nach unserer morgendlichen Stärkung im Hotelzimmer die Wanderschuhe und verliessen das Koncepthotel Löie, um Etappe 16 auf dem Alpenpanoramaweg in Angriff zu nehmen. Auch wenn das Wetter heute nicht so gut war und wir von oben ziemlich viel Nässe zu spüren bekamen, liess von unserer Wanderlust nichts abhalten. Wir konnten uns von den Markierungen durch das Dorf zum Bahnhof Münsingen dirigieren lassen und wechselten per Unterführung auf die andere Seite der Gleisanlage. Wir folgten nun vorerst der westwärts führenden Strasse durch das Dorfmatt-Quartier, bevor unser Weg am Bachlauf der Inneri Giessen abknickte und wir dem Wanderweg am Bächlein entlang folgen konnten. Wir erreichten eine weitere breite Strasse und wanderten auf dieser aus dem Dorf hinaus. Nachdem wir die Autobahn überquert hatten, erreichten wir dann auch das Ufer der Aare. Über eine Brücke wechselten wir dann auch ans andere Ufer und standen nun vor unserem ersten grösseren Anstieg des Tages. Es galt nun mit der Überschreitung des Belpberges vom Aaretal ins Gürbetal zu wechseln. Ein etwas anstrengender Treppenweg führte uns nun durch den steilen Waldhang hinauf in die Rohrmatt. Wir hielten uns nun der Strasse nach auf den oberen Bauernhof zu und setzten unsere Wanderschuhe auf den Wanderpfad auf. Der Weg zog nun wieder in die Höhe und wanderten am Rande des Kehrgabens zum kleinen Weiler Hinter Klapf hinauf. Der Alpenpanoramaweg flachte nun auch wieder ab und querten auf einem gekiesten Waldsträsschen den Klapfwald. Der Regen hatte nun nachgelassen und die Sonne versuchte sich ihren Weg, leider mit wenig Erfolg, durch die dicken Wolken zu suchen. Nachdem wir auf einem Teersträsschen das Simmeleremoos durchwandert hatten, zweigten wir in ein Wiesenweg ein. Gut markiert, aber immer wieder die Richtung ändernd zogen wir nun bergauf zum Belpberg. Wir hatten so unser erstes Höhenziel erreicht und konnten die Aufstiegsmühen mit einer guter Aussicht ins Tal und die Gantrischkette belohnen. Wir stiegen über eine Wiese wieder hinab und liessen die beiden Weiler Hofstetten und Eggenhorn hinter uns. Ein Feldweg führte uns durch das Landwirtschaftsgebiet zum Waldrand hin. Ein schmaler, steiler Treppenweg führte uns nun am Tobel entlang bergab nach Heiteren. Wir passierten unten im Tobel einen prächtigen Wasserfall und hatten dann aber auch schon gleich den Talboden erreicht. Schnurgerade führte uns das asphaltierte Strässchen durch die weiten Felder der Oberi Allmid. Wir überquerten den Flusslauf der Gürbe und das Bahntrasse und wanderten nun den Geleisen entlang auf die Bahnstation Toffen zu. Die Markierungen dirigierten uns durch die Ortschaft hinaus und stiegen über ein Wiesenpfad zum Schlossguet empor. In naher Ferne konnten wir dann auch das prächtige Schloss Toffen erblicken, welche erstmals zu Beginn des 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt worden war und sich heute im Privatbesitz befindet. Der zweite Anstieg des Tages hatte bereits wieder begonnen und wir wanderten auf dem Kiessträsschen nun stetig und steil bergauf. Wir liessen die wenigen Häuser von Oberstoffel hinter uns und erfreuten uns mit einem schönen Blick hinab ins Gürbetal und zurück auf den Belpberg. Unser Weg flachte kurz nach dem Hof in Oberfeld dann wieder ab. Ein trockenes Bänkchen kam uns nun gerade recht und wir konnten uns mit den mitgebrachten Käsebrötchen wieder stärken. Wir zogen nach unserer verdienten Mittagsrast dann in ein Wäldchen oberhalb der Strasse hinein. Der breite Waldweg führte uns durch den stillen Wald leicht bergan hinauf zur Buchweid. Eine Strasse führte uns anschliessend durch das Ackerbaugebiet und zogen zum Restaurant Sternen auf der Gschneit zu. Wir liessen es uns nicht nehmen und kehrten kurzerhand zu einer Erfrischung ein. Wir erreichen danach schon gleich auch das Tavel-Denkmal auf dem Leuenberg, welches auch ein wunderbarer Aussichtspunkt darstellt. Bei guter Sicht würde man hier das ganze Alpenpanorama von Pilatus bis Eiger, Mönch und Jungfrau zu sehen. Auf schönen Waldwegen durchwanderten wir nun das ausgedehnte Waldgebiet des Taanwaldes, bis wir oberhalb von Mättiwil aus diesem wieder heraustraten. Eine tolle Aussicht ins Tal und ins Gantrischbegiet erwartete uns, bevor wir in den Weiler Mättiwil hinunterstiegen. Das Tagesziel Rüeggisberg war schon zum Greifen nahe und wanderten auf dem Wiesenweg dem Hang entlang auf das Dorf zu. Auf der Dorfstrasse entlang erreichten wir dann bei der Kirche auch unsere heutige Unterkunft, das Bed & Breakfast Bären, wo wir unsere heutige Etappe dann auch beendeten. Schöne Wanderung mit 20.5 Kilometern in 7 Stunden Gehzeit. Insgesamt 820 Höhenmeter aufwärts.

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