27. Sep, 2021

Alpenpanoramaweg 17: Rüeggisberg - Guggisberg

Heute stand bereits schon wieder die letzte Tour unserer zweiten Session auf dem Alpenpanorama-Weg auf dem Programm. Nach einer erholsamen Nacht und dem reichhaltigen Frühstück auf dem Zimmer machten wir uns also wieder auf, um die Etappe 17 anzugehen. Wir verliessen das Bed & Breakfast Bären und zogen durch oberen Dorfteil von Rüeggisberg weg. Die Strasse führte uns leicht aufwärts am Ober Hangenbach vorüber und gelangten an den Rand des Riedstättwaldes. Wir konnten schon bald den Hartbelag verlassen und stiegen auf dem schmalen Waldpfad hinab zum Hof Steini. Erst ein kurzes Stück auf dem Natursträsschen, dann über nasse Wiesen und einem kleinen Bachlauf entlang, erreichten wir dann wieder breitere Wege. Der Alpenpanoramaweg brachte uns so weiter hinab zum Farnernwald, wo es nun auf schmalen und verschlungenen Pfaden weiterging. Wir erreichten den Rossgraben mit dem tief untenliegenden Schwandbach. Den Sandfelsen entlang führte uns nun ein Teersträsschen zur Brücke, welche uns über die Schlucht des Schwarzwassers brachte. Die unter uns liegende breite Uferlandschaft bezauberte uns mit ihrer wildromantischen Ursprünglichkeit. Wir liessen die Schlucht hinter uns und wanderten wieder etwas bergan. Das Strässchen führte uns über die Lichtung des Spilmannswald und konnten dieses dann oben im Wald wieder verlassen. Ein ausgewaschener Hohlweg führte uns nun wieder etwas kräftiger in die Höhe. Oben am Waldrand senkte sich jedoch unser Weg wieder und wanderten auf dem Natursträsschen auf den Hof Hübeli zu. Der Naturweg mündete nun in ein Teersträsschen ein, welchem wir am verschlafenen Örtchen Elisried vorbeiziehen konnten. Bei Schönentannen zweigte unser Weg wieder von der Strasse weg und wanderten nun auf schmalen Wiesenpfad über eine kleine, aber recht aussichtsreiche Erhebung zur Zelgweid hinab. Wechselweise über Strasse und Wanderweg erreichten wir dann die Ortschaft Schwarzenburg. Eingebettet in den Hügeln des Naturpark Gantrisch, zwischen Sense und Schwarzwasser entwickelte sich, dieser doch recht grosse Ort, zu einem wichtigen regionalen Zentrum im Dreieck Bern-Fribourg-Thun. Die Markierungen lotsten uns durch den Ort hinaus, erreichten so den Bahnhof, wo wir uns zu unserem Luxus von einigen schweren Sachen aus dem Rucksack entledigen konnten, da wir hier unser Auto vor 8 Tagen parkiert hatten. Mit leichtem Gepäck gelangten wir so also dann in den oberen Dorfteil zum sehenswerten Schloss Schwarzenburg. Das aus dem 16. Jahrhundert Herrschaftshaus dient seit 430 Jahren der Bezirksverwaltung Schwarzenburg und gilt als Baudenkmal von nationaler Bedeutung. Wir liessen die letzten Häuser des Ortes hinter uns und wanderten etwas eintönig und lange auf Hartbelag durch die weiten Ackerbaufelder hindurch. Wir mussten also für längere Zeit Hartbelag in Kauf nehmen, aber wir erfreuten uns trotzdem an der Wanderung durch die schöne Hügellandschaft des Gantrischgebietes. Das Guggershörnli war in der Ferne auch schon bereits sichtbar, stellte sich uns das doch als Fast-Tagesziel dar. Bis dahin war es jedoch noch ein Stück und wir liessen so der Strasse nach dann auch den Weiler Eichmatt hinter uns. Bei Schiltberg setzten wir dann unsere Füsse wieder auf natürlichen Belag auf und konnten mit dem finalen Anstieg des Tages beginnen. Auf abwechslungsreichen Kies- und Wiesenwegen führte uns der Alpenpanoramaweg zuerst gemächlich und ab der Siedlung Pfad dann etwas kräftiger bergauf. Nachdem wir den Pfadwald gequert hatten, flachte das Natursträsschen merklich ab und wir gelangten hinauf zum Weiler Wahlenhaus. Wir verliessen nun die Strasse beim Wahlenhausweidli und nahmen nun die letzten 180 schweisstreibenden Höhenmeter aufs Guggershörnli in Angriff. Der wurzlige Pfad führte uns erst ziemlich direkt durch den Wald, dann durch Alpweiden hinauf zum Sattel. Auf dem Grat entlang gelangten wir dann auch zum Felskopf des Guggershörnli. Eine stabile, hölzerne Treppe brachte uns dann hinauf den Nagelfluh-Felskopf, wo wir dann eine prächtige 360-Grad-Aussicht auf die Gantrischkette, Alpengipfel, Schwarzburgerland, Mittelland und Jura geniessen konnten. Der gutausgebaute Wanderweg windete sich erst im Wald hinab, bevor wir über unzählige Holzstufen die Wiese hinunterstiegen. Am Hang entlang führte uns dann der Naturweg direkt auf unser Etappen Ziel Guggisberg zu. Wir beendeten hier unsere zweite Session auf dem Alpenpanoramaweg und reisten mit Bus wieder ab. Schöne Schlusswanderung mit 17.5 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 720 Höhenmeter aufwärts.

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