21. Sep, 2022

Alpenpanoramaweg 21: Gruyéres - Les Paccots

Wir verbrachten eine wunderbare Nacht im Hotel de Ville inmitten des wunderschönen mittelalterlichen Städtchens von Gruyère und stärkten uns für die bevorstehende Tour mit einem „petit déjeuner“. Nach dem wir Sack und Pack zusammen gepackt hatten verliessen wir das Hotel und wanderten durch das südliche Stadttor aus dem Städtchen hinaus. Die Markierung lotste uns dann auf einen Treppenweg, der uns vom Burghügel nun hinab führte. Über ein Strässchen und später über einen schmalen Kiesweg erreichten wir dann das Gelände der Schaukäserei von Gruyères. Hier deckten wir uns dann noch mit einem kleinen Wanderproviant ein, bevor uns dann der Strasse nach aus dem Ortschäftchen entfernten. Unser Weg ging dann auch auf Naturbelag über und überquerten im Wald das Flüsschen Albeuve mittels einem Brücklein. Ein Wanderweglein führte uns durch Waldhang bergauf und gelangten so zu einem Fahrsträsschen. Der fast 6 Kilometer lange Anstieg mit 700 Höhenmeter hatte für uns nun begonnen und wanderten auf dem äusserst steilen Kiessträsschen bergauf. Wir bewegten uns nun auch zugleich auf dem „Sentier de Fromageries“, welcher uns durch die Weiden des Greyerzerlandes führt und uns den Ursprung des Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP näherbringen soll. Sechs der insgesamt zwanzig Stationen werden wir auf unserer heutigen Wanderung dabei passieren. Das breite Alpsträsschen führte uns nun stetig durch offene Weiden bergauf und konnten immer wieder die fantastischen Aussichten auf das schöne Greyerzerland werfen. Auf einem Wiesengrat wanderten wir dann hinauf, passierten das schön gelegene Chalet des Clés SAC, wo wir nun uns auf den Schlussanstieg machen konnten. Der markante Berggipfel Moléson hatten wir dabei stets in unserem Blickfeld und wanderten auf den Bergwald zu. Ein schön angelegter Weg führte uns durch den Wald hindurch und standen schon bald Fusse des Moléson bei der Mittelstation Plan-Francey. Von hier führt die Gondelbahn hinauf zum Aussichtsberg, von welchem sich bei guter Sicht ein herrlicher 360°-Panoramablick über die Voralpen des Greyerzerlandes, sowie die Berner und Walliser Alpen bieten würde. Hier hatten wir auch unseren höchsten Punkt der heutigen Tour überschritten und kehrten hier noch kurzerhand ins nahe Bergrestaurant ein. Hier konnten wir uns wieder von den Aufstiegsmühen, sicher auch wohlverdient, erfrischen und stärken. Danach wanderten wir nun mehr oder weniger der Höhenkurve entlang durch die schöne Alpenwelt. In Richtung Gros Plané und Col de Villard am Fusse des Moléson zeichneten sich in der Ferne im Wechsel der Genfersee, das Mittelland, der Jura oder die grünen Hänge der Voralpen ab. Wir erreichten dann auch das Chalet du Gros Plane, mit seiner Alpwirtschaft. Das Natursträsschen führte uns dann gemächlich weiter durch die schöne Voralpenlandschaft hindurch und gelangten so zur Alpe „Le Villard Dessous“. Hier fassten wir mal wieder Hartbelag unter unsere Wanderfüsse und stiegen auf diesem Strässchen wieder ein wenig in die Höhe. Auf der Passhöhe eröffnete sich uns dann auch der erste Blick auf den Genfersee, wenn auch leider nicht bei ganz klarer Sicht. Wir liessen so den Pass „Le Villard“ dann auch hinter uns und konnten nun den Abstieg ins Tal beginnen. In mehreren Kehren schraubte sich die Strasse hinab zur Alpe La Pudze, wo wir dann wieder auf einem Wanderweg Fuss fassen konnten. Wir wanderten so weiter bergab und verloren auf schön angelegten Wanderpfaden durch den Wald und kleinen Weiden wieder einige Höhenmeter. Kurz nach dem Chalet des Pueys gelangten wir wieder an ein Teersträsschen, welchem wir nun Folge leisteten. Auf diesem zogen wir nun bequem hinab ins Tal, wo wir nach Waldaustritt an den Rand des Ferienortes Les Paccots gelangten. Das letzte Teilstück, welches uns etwas unattraktiv der Strasse entlang durch  den Ferienort leiten würde, liessen wir nun sein und beendeten unser Tour bei der Bushaltestelle „Les Rosalys“. Da sich die Übernachtungsmöglichkeiten hier nicht gegeben waren, fuhren wir mit dem Bus nach Châtel-St-Denis, wo wir im Café Tivoli ein Zimmer reserviert hatten. Schöne Wanderung mit 16.5 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 910 Höhenmeter aufwärts.

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