22. Sep, 2022

Alpenpanoramaweg 22: Les Paccots - Corseaux (Vevey)

Nach unserer Nacht im Städtchen Châtel-St-Denis, abseits des Alpenpanoramawegs, machten wir uns nach dem Frühstück wieder auf und fuhren mit dem Bus zurück nach Les Paccots. Bei der Bushaltestelle Ermitage entstiegen wir unserem Shuttle und konnten die 22. Etappe in frischem Elan wieder unter die Wanderfüsse nehmen. Auf dem Teersträsschen wanderten wir erst steil, dann etwas leichter aufwärts und gelangten an nostalgischen Skiliften vorbei nach Les Joncs. Wir steuerten dann auf ein Wäldchen zu, wo der Alpenpanoramaweg in ein Wanderweglein abzweigte und dieses sich dann unwegsam durch Weidegebiet absenkte. Ein Kiessträsschen führte uns danach hinab in die „Comba des Paquiers“, wo wir nach dem kleinen Waldstück abbogen. Der Wanderweg führte uns durch eine Sumpfwiese und anschliessend auf einem schlecht unterhaltenen und zum Teil steilen Weg durch den Wald hinab zur „Passerelle Fégire“. Mit der Überquerung des Baches „La Veveyse Fégire“ landeten wir dann auch im Kanton Waadt und liessen somit das Kantonsgebiet von Freiburg endgültig hinter uns. Der Weg führte uns sogleich aus dem Bachtobel wieder hinaus. Der steile, weiterhin etwas unwegsame Wanderweg trieb uns schnell in die Höhe und erreichten bei einer Lichtung dann auch wieder ein Strässchen. Auf diesem Hartbelag zogen wir dann an einer Alpwirtschaft vorbei und zweigten im Walde wieder in ein wurzeligen Wanderpfad ein. Etwas weiter aufwärts betraten wir dann das Naturschutzgebiet von „Les Tenasses“ mit seiner ganz besonderen Vegetation. Auf weichen Wiesenwegen, später auf schier endlosen Holzwegen wanderten wir durch die äusserts schöne Moorlandschaft ebenaus. Wir erreichten wieder eine Strasse, welche uns nun etwas hinauf nach „Lally“ führte. Hier entschieden wir uns, anstelle dem steilen und kräftezehrenden Abstieg, die weitaus bequemere Variante mit der Zahnradbahn vorzuziehen. So zogen wir unsere Kehren statt mit den Wanderschuhen auf den Geleisen hinab nach Blonay. So sparten wir uns auf den 3.5 Kilometern Wegstrecke satte 630 Höhenmeter abwärts und waren überzeugt, dass sich dafür unsere Knie darüber freuen würden. Beim Bahnhof konnten wir einem verkehrsfreien, geteerten Fussweg entlang den Geleisen dann Folge leisten. Der Alpenpanoramaweg führte uns dabei unterhalb des schmucken „Château de Bloney“ vorbei. Das Schloss wurde im späten 12. Jahrhundert von der savoyischen Familie Blonay erbaut und ist bis heute in deren Besitz. Wir folgten mit wenigen Ausnahmen dem Fussweg direkt den Bahngeleisen und gelangten so nach St-Légier-La Chiesaz, wo wir der Strasse nach ins Dorfzentrum wanderten. Wir liessen den Ort auf deren Westseite dann hinter uns und wanderten auf kleinen Wegen durch einen schönen kleinen Wald. Hier entschieden wir uns bei einem schönen Picknick-Plätzchen auch unser Mittagessen einzunehmen, welches wir uns vorhin in Blonay eingekauft hatten. Nach der Stärkung hatte uns die Strasse aber bald wieder und wir folgten dieser über die Autobahn hinweg. Kurz danach würde der Alpenpanoramaweg hinab in die Veveyse-Schlucht führen. Wir hatten aber gesehen, dass infolge Bauarbeiten ein Teil des Weges gesperrt wäre und uns die vorgeschlagene Umleitung nicht gerade logisch angelegt war. Wir hätten durch diese Umleitung sicher 45 Minuten zusätzliche Wanderzeit auf nicht attraktiven Wegen gehabt. So zogen wir es vor, zwar auch nicht unbedingt attraktiv, dafür aber einiges kürzer über die Eisenbrücke „Pont de Fenil“, unsere eigene Umleitung zu laufen. Wir überquerten also über diese Brücke die Veveyse-Schlucht und wanderten auf der Strasse wieder in südliche Richtung. Wir erreichten schon bald wieder unseren markierten Alpenpanoramaweg und stiegen bei der Autobahnbrücke zum Strässchen bei „Champ de Ban“ hinauf. Wir hatten nun die berühmten Terrasses-des Lavaux erreicht und liessen uns durch diese ersten Weinberge hinaustreiben. Der Strasse nach gelangten wir, leider sehr verkehrsreich, an den Ortseingang von Chardonne, wo uns nun die Wegweisung abwärts lotste. Steil abwärts durch die Weinberge und dann an den Geleisen der Zahnradbahn entlang, erreichten wir dann Corseaux, oberhalb von Vevey. Das Hotel Châtonneyre war in diesem beschaulichen Ort auch gleich gefunden und konnten dort unsere heutige Etappe beenden. Schöne Wanderung mit 17 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 570 Höhenmeter aufwärts.

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