26. Sep, 2022

Alpenpanoramaweg 25: Morges - Aubonne

Wir verbrachten eine wunderbare Nacht im „Hôtel de la Couronne“ inmitten des schönen Altstädtchen von Morges und bereiteten uns nach dem feinen Frühstück auf die heutige, etwas längere Tour bevor. Mit Sack und Pack verliessen wir die Altstadt und fanden gleich einmal das Ufer des Genfersees wieder. Wir wanderten wieder am Château des Morges mit seinen Museen vorüber und streiften nun durch den „Parc de l’Indépendance“, dort wo mit dem berühmten Tulpenfest jeweils der Frühling begrüsst wird. Aber auch jetzt im Herbst hat dieser Park seinen ganz besonderen Reiz. Eine Brücke brachte uns über die „Les Morges“ und aus dem Parkgelände wieder hinaus und zogen auf Hartbelag dem Seeufer zu. Wir bewegten auch schon bald auf dem „Sentier des truites“, der in unserer Muttersprache als Forellenlehrpfad bezeichnet wird. Auf diesem Themenweg geht es aber nicht nur um Fische. Zwölf Beobachtungsstandorte mit Informationstafeln werden uns hier einen Einblick in die Natur und Geschichte der Region geben. Der Spazierweg ging schon bald in einen schmalen Fusspfad über, der uns Teils durch Ufergehölz, aber auch direkt an den Sandstränden entlangführte. Wir erreichten so die bewaldete Landzunge, wo der Bach Boiron in den Genfersee mündet. Der Weg führte uns vom See hinweg und folgten nun dem Bachlauf aufwärts. An manchen Stellen wurden das Bachbett zwar ein wenig verbaut, aber vielerorts fliesst das Wasser ungehindert zwischen den bewaldeten Hängen hindurch. Wir wanderten auf schönen Pfaden durch den Wald und überquerten den lieblich dahingleitenden Bach immer mal wieder über ein Brücklein. Am Ende des Themenweges traten wir aus dem Wald heraus und unterquerten bald die Autobahn. Wir entfernten uns von dieser unerfreulichen Geräuschkulisse gerne wieder und wanderten der Strasse nach abwärts auf St-Prex am Seeufer zu. Das schöne mittelalterliche Dorf, gebaut auf einer beinahe dreieckigen Halbinsel, bestach uns mit seinem berühmten und sehenswerten Glockenturm. Einen kleinen Streifzug durch die pittoreske Altstadt liessen wir uns nicht nehmen, bevor wir wieder auf dem Alpenpanoramaweg Fuss fassten. Bis zum Strand ging es direkt am Seeufer entlang, bevor wir dann wieder auf Hartbelag etwas in die Höhe wanderten. Ein langer Wanderabschnitt auf der Strasse musste nun absolviert werden und wanderten an Felder und Weinbergen vorbei aufs Ortschäftchen Buchillon zu. Die geänderte Streckenführung (Der ursprüngliche Weg durch den Wald ist wegen Privatgrundstücke nicht mehr markiert) führte uns weiterhin der Strasse entlang bis zum Weiler „Les Grands Bois“. Hier leitete uns die Markierung zum Flüsschen Aubonne hin, das wir dann auch überquerten. Unter Naturschutz gestellt fliesst hier die Aubonne, scheinbar unverbaut und ziemlich wild in Richtung Genfersee. Ein schöner Pfad führte uns durch den Wald und am mäandrierenden Fluss entlang bis nach „Les Batiaux“. Wir verliessen danach bald den Wald und folgten der Strasse bergauf. An grossen Weingütern gelangten wir vorbei und erblickten so das malerische „Château de Rochefort“. Das mitten in der Weinregion „La Côte“ gelegene Schloss aus dem 14. Jahrhundert, verfügt über einige Gästezimmer und bietet exklusive Packages im Weintourismus an. Nur wenige Meter später offenbarte sich uns bereits ein weiters Schloss, das „Château d’Allaman“. Auch dieses imposante Feudalschloss aus dem 13. Jahrhundert präsentiert sich majestätisch in seinem Weinberg.  Die Strasse führte uns weiterhin immer aufwärts. passierten das Bahnhofsgelände von Allaman und zog durchs Industriegebiet von dannen. Wir unterquerten wieder einmal die Autobahn und wanderten dann weiterhin aufwärts der Strasse entlang. Diese zog sich durch die weiten Felder hindurch. So gelangten wir allmählich hinauf ins malerisch gelegene Aubonne, umgeben von Weinbergen. Das mittelterliche Schloss mit seinem berühmten runden, weissen Turm war schon seit längerem zu erkennen, bevor wir in wunderschönen Gassen mit seinen historischen Gebäuden eintauchten. Am „Place de Marche“ entdeckten wir dann auch unsere Unterkunft, das Boutique Hotel Hemma, wo wir unsere heutige Etappe dann beenden konnten. Schöne Wanderung mit 23 Kilometern in 6 Stunden Gehzeit. Insgesamt 375 Höhenmeter aufwärts.

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