27. Sep, 2022

Alpenpanoramaweg 26: Aubonne - Vich (Gland)

Wir verbrachten eine wunderbare erholsame Nacht im Boutique Hotel Hemma inmitten des hübschen Altstädtchen von Aubonne. Nach unserer morgendlichen Stärkung machten wir uns dann auch wieder parat, um die Etappe 26 des Alpenpanoramawegs unter unsere Wanderschuhe zu unternehmen. Die Markierungen lotsten uns durch die Gassen bergauf hin zum „Château Aubonne“. Das Schloss wurde 1197 erbaut und zählt zum Schweizer Kulturgut von nationaler Bedeutung. Die Festung präsentiert sich schön auf einem Hügel mit Blick auf die Stadt und die Schlucht von Aubonne. Wir wanderten am schönen Schlossgebäude mit seinem dominierenden weissen Rundturm vorüber und gelangten wieder zurück in Altstadtgassen. Wir verliessen diese aber bald und wanderten der Strasse nach durch die gepflegten Quartiere hinaus. Etwas bergab endete die Strasse in einer Sackgasse und wir wanderten durch schöne Weinberge hindurch. Auf bequemen, meist betonierten Wegen führte uns der Alpenpanoramaweg durch die Weinbaugebiete hinaus. Dabei wurde uns eine tolle Sicht auf den Genfersee und die französische Voralpen nicht verwehrt. Vor uns präsentierte sich schon bald das fotogene Sujet des Dörfchen Féchy, welches wir aber oberhalb und weiterhin durch die Reben passierten. Am Weingut von „Domaine de la Vignarde“ vorbei gelangten wir hinein in den Dorfkern des Winzerdörfchens von „Bougy-Villars“. Wir liessen diesen beschaulichen Ort aber schnell hinter uns und wanderten dem Strässchen immer schön oberhalb den scheinbar endlosen Weinbergen entlang. In „La Ferme“ stieg dann das Strässchen etwas steiler bergan und führte uns hinauf in den Weiler von „Mont-Dessus“. Hier durften wir, wenn auch nur für kurze Zeit, unsere Wanderfüsse nach langer Zeit wieder auf einem Naturpfad bewegen. Dieser führte uns am Waldrand entlang zum nächsten Strässchen, welches uns ins Dörfchen von Bugnaux hinbrachte. Ebenaus führte unsere Route an einem herrschaftlichen Weingut vorbei, bevor sich das Strässchen dann nach „La Rommaz“ hinunter senkte. Wir querten erst ein Wäldchen, bevor uns die Strasse durch die Rebbaugebiete hinab in die Ortschaft Gilly schlängelte. Unser Weg führte mitten durch das Dorf hindurch und liessen dieses nach und nach auf deren Westseite hinter uns. Einen kurzen Abstecher in den kleinen Ort Bursins liessen wir uns nicht nehmen und kehrten dort für eine Stärkung gerne in ein Tearoom ein. Zurück auf dem Alpenpanoramaweg leitete uns das Strässchen weiterhin durch die Weindomänen hindurch und passierten dabei das mondäne Weingut „Château de Vinzel“, welches hier im Herzen der „La Cote“ über 8.5 Hektaren erstreckt. Das Rebland ist hier hauptsächlich mit Chasselas bestockt. Unser Blick zum Genfersee zeigte uns bereits seine Verengung und dahinter das nahe französische Ufer. Wir konnten sogar ganz gut den Jet d’eau im fernen Genf erkennen, welches unser Endziel in 3 Tagen markiert. Strasse stieg schon bald wieder in die Höhe und erreichten mit Begnins ein weiteres schönes Ortschäftchen. Auch hier wanderten wir mitten durch Dorfkern hindurch, bevor uns die Markierung am Dorfausgang von der Hauptstrasse weg dirigierte. Ein Treppenweg führte uns dann etwas steil hinab ins Bachtobel der „La Serine“, wo wir auf den sogenannten „Sentier des Toblerones“ (Toblerone-Weg) Fuss fasste. Hier gibt es aber leider keine der wohl berühmtesten Schweizer Schokolade. Es handelt sich hierbei vielmehr über einen historischen Lehrpfad, der zwischen Jurahöhen und Genfersee einer Verteidigungslinie aus dem zweiten Weltkrieg folgt. Die gut 3000 dreieckigen Panzersperren erinnern an die bekannten Toblerone-Zacken, welche zum Namen des Weges führte. Wir wanderten so durch das äusserst idyllische Bachtobel hinab, querten zweimal den Lauf der mäandrierenden „La Serine“ und passierten dabei natürlich viele dieser Toblerone-Zacken. Wir erreichten nach einiger Zeit den Ortsrand von Vich und setzten dort unsere Wanderschuhe wieder auf einem Teersträsschen auf. Dieses leitet uns schnell hinab in den Ortskern, wo wir dann auch unsere heute Unterkunft vorfanden. Wir bezogen unser Zimmer im „Hôtel Restaurant La Croix Verte“ und liessen unsere heutige Etappe nochmals Revue passieren. Schöne Wanderung mit 17.8 Kilometern in 4 Stunden und 45 Min. Gehzeit. Insgesamt 375 Höhenmeter aufwärts.

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