Fernwanderung auf dem Alpenpanorama Weg

25. Sep, 2022

Nach unserem gestrigen „Day-Off“ in Lausanne, konnten wir unsere Batterien wieder voll Laden und waren bereit um die 24, Etappe auf dem Alpenpanoramaweg in Angriff zu nehmen. Wir warteten das versprochene trockene Zeitfenster um 10.30 Uhr ab und wurden dafür sogar immer wieder mit Sonnenstrahlen belohnt. Wir verliessen also etwas verspätet das Hotel „Agora Swiss Night by Fassbind“ und fuhren mit der Metro hinab zum Genfersee. Das Quartier Ouchy mit seinem Hafen markierte dann auch unseren Startpunkt der Wanderung. Die heutige Strecke waren wir bereits im April 2019 schon mal gelaufen, um an das in Morges stattfindende Tulpenfest zu gelangen. So wird uns das Eine oder Andere am Wegesrand wohl noch sehr bekannt vorkommen. Vom äusserst schmucken Château d’Ouchy, welches seinen Ursprung aus dem 12. Jahrhundert hat und heute als schickes Hotel fungiert, zogen wir dann los. Wir erreichten so die prachtvolle Uferpromenade und wanderten am Place de la Navigation vorbei. Nach der grossen Werft kamen wir schon bald in naturnahes Gebiet und wanderten an den schönen Badebuchten entlang. Nach dem Yachthafen von dem Port de Lausanne, konnten wir etwas abseits der unzähligen Sportanlagen entlang zum Parkgelände des Internationalen Olympischen Komitees wandern. Der immer breite und flache Uferweg brachte uns kurz danach in den schönen Parc de Bourget im äusserten westlichen Rand von Lausanne. Als Besonderheit des Parks wird hier der einzige Naturstrand des Genfersees des Stadtgebiets Lausanne hervorgehoben. Der wunderbare „Plage de Vidy“ soll mit seinen 6oo Metern gar der längste Sandstrand des gesamten Genfersees sein. Wir verliessen diese Badebucht schon bald wieder und wechselten über eine kleine Brücke den Flusslauf der „La Chamberonne“. Wir folgten nun einem Natursträsschen und erreichten die ersten Häuser und den Petit Port von St. Sulpice. Ein kurzes Stück der Strasse folgend, und wir zweigten beim „Parc des Pierrets“ wieder in ein naturbelasseneres Weglein ein. Direkt am Ufer wanderten wir nun weiter westwärts, bevor uns kurz nach dem kleinen „Parc de Pelican“, der Weg wieder zu einer breiteren Strasse hinführte. Die „Avenue du Lémain“ stellte nun für längerem Zeitraum unserer Wanderroute zur Verfügung und erreichten so die sehenswerte Kirche von Saint Sulpice. Von der ehemaligen Prioratskirche Saint-Sulpice ist hier noch immer das romanische Querschiff mit seinem charakteristischen burgundischen Vierungsturm aus dem 12. Jahrhundert erhalten. Wir zweigten kurz nach dem Kirchlein wieder auf ein schmaleren Wegabschnitt ein, welcher uns nun wieder am schönen Seeufer weiterführte. Nach dem Strand von Saint Stulpice überquerten wir das Flüsschen La Venoge und bewegten unsere Wanderfüsse wieder auf Hartbelag. Die Strasse folgte immer dem schönen langen Sandstrand „Plage de Préverenges“ und kamen so auf den „Parc de Vertou“ zu. Hier entfernten wir uns vom Ufer, querten das Parkgelände und stiessen so auf die breite Uferpromenade von Morges. Die zahlreichen, wunderschönen blühenden Dahlien, welche hier anlässlich des 23. Dahlienfestivals, bepflanzt waren, verkürzten unser Wanderung bis wir den südwestlichen Teil der Altstadt von Morges erreichten. Vor uns baute sich dort am Rande des schönen „Parc de l’Indépendance“ das sehenswerte Château de Morges auf. Das mächtige Schloss aus dem 13. Jahrhundert, ist ein viereckiger Bau mit drei kleinen runden Ecktürmen und einem grossen runden Nordturm. Das im Mittelalter zum Schutz der Stadt errichtete Schloss von Morges ist inzwischen zu einer Kultur- und Freizeitstätte umgebaut geworden und vereint fünf Museen unter einem Dach. Wir verabschiedeten uns für heute vom Genfersee und wanderten hinein in die Gassen des schönen Altstädtchen von Morges. Wir fanden dann auch schon bald unsere Unterkunft „Hôtel de la Nouvelle Couronne“ und bezogen unser Zimmer. Schöne Etappe mit 13 Kilometern in 3 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Heute keine waren keine Höhenmeter zu absolvieren.

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23. Sep, 2022

Wir verbrachten eine wunderbare Nacht inmitten der unendlichen Weinberge des Lavaux und stärkten uns nun im Hotel Restaurant Châtonneyre für unsere 23. Etappe auf dem Alpenpanoramaweg. Nachdem wir unsere Wanderschuhe geschnürt und den Rucksack geschultert hatten, konnten wir uns aufmachen und das Hotel wieder frohen Wandermutes verlassen. Die Strasse führte uns durch das schöne Winzerdörfchen hindurch und stiegen gleich zu Beginn nun etwas kräftiger in die Weinberge hinauf. Wir hatten bald die Anhöhe erreicht und konnten schon einen schönen Ausblick auf den Genfersee und das Bergpanorama geniessen. So wanderten wir nun fortan durch die wunderschönen Weinterrassen des Lavaux, welche seit 2007 zum Welterbe der UNESCO angehören. Das grösste zusammenhängende Weinbaugebiet der Schweiz erstreckt sich hier über 805 Hektaren. Seit dem 12. Jahrhundert sind in diesem Gebiet steile Terrassen angelegt worden, wo vorwiegend die Rebsorte „Chasselas“ angebaut wird. Auf den verschlungenen Strässchen wurden wir durch die Rebgüter hinaus gelotst. Die Weinlese war aktuell gerade im Gange und so konnten wir das emsige Treiben in den steilen Hängen hautnah miterleben. Der Weg senkte sich dann aber auch wieder hinab ins bezaubernde Winzerdörfchen von Saint-Saphorin. Die Markierungen lotsten uns hinein in die verwinkelten Gassen des mittelalterlichen Dorfkerns und seinen charakteristischen Winzerhäusern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Wir zogen am gemauerten Kirchturm der Kirche St-Saphorin vorbei, welche bis heute zu dem beliebten Sujet auf zahlreichen Weinetiketten zählt. Dieses Gotteshaus wurde als erste katholische Kirche von Lavaux um 590 auf den Ruinen einer römischen Villa errichtet und erhielt ihre heutige Form im Jahre 1536. Wieder mit herrlichen Ausblicken über den Genfersee und die umliegenden Alpen zogen wir auf dem geteerten Winzersträsschen durch die Rebberge in westliche Richtung hinweg. Wir bewegten uns nun zusammen mit der Nummer 113 ausgeschilderte Weg (Terrasses des Lavaux). Dieser führte uns dabei an diversen Informationsschildern vorbei, welche uns in die Geheimnisse der Weinrebe und des Weins einblicken lassen sollte. Wir hatten mittlerweile das Winzerdörfchen Rivaz erreicht und durchquerten die schmucken Gassen des Ortes. Eine Brücke führte uns über den Bachlauf Le Forestay hinüber und blickten auf das endlose Weinbaugebiete hinweg. Nach einem kurzen Anstieg zu einem wunderbaren Panorama-Aussichtspunkt senkte sich unser Weg wieder und wanderten den steilen Terrassen entlang auf das Weingut Dèzaley zu. Die Strasse führte uns recht aussichtsreich ins berühmte Weinbaugebiet des Espesses hinein. Ein gepflästertes Wanderweglein führte uns durch die Weinberge zu einer Verzweigung, wo uns nun ein Treppenweg über das alte Mühlensträsschen hinab in Richtung des Sees führte. Eine Unterführung brachte uns unter der Strasse und Bahngleisen hindurch und gelangten so ans Ufer des Genfersees. Der Alpenpanoramaweg führte uns nun direkt am schönen Ufer entlang und wir gelangten so in die Ortschaft Cully. Durch die Gassen des sehr schmucken Dorfkerns wanderten wir durch und stiegen der Strasse nach wieder in die Rebberge hinauf. Wieder mit herrlichen Blicken auf See und Berge verlief unser Weg hinüber nach Vilette. Hier galt es nun eine paarminütige „Durststrecke“ an der doch sehr befahrenen Hauptstrasse zu überstehen und marschierten dort auf dem Gehsteig fortan. Der erlösende Wegweiser lotste uns dann aber auch wieder hinab an Seeufer. Nah am Wasser wanderten wir nun auf dem romantisch angelegten Pfad an Villen und Gärten vorbei zum mittelalterlichen Städtchen von Lutry hin. Hier in der Parkanlage kam uns gerade eine Pause recht und machten es uns auf dem Liegebänkchen bequem. Nachdem wir uns wieder gestärkt und erholt hatten, nahmen wir die restlichen knapp 6 Kilometer wieder auf. Am See entlang folgten wir wieder unseren Markierungen die uns mehr oder weniger nahe des Ufers in den Hafen von Pully führten. Der Uferweg verschmälerte sich dann wieder und folgten diesem mit den schönen Blicken über den See bis zum Haldimand-Turm hin. Diese künstliche Turmruine wurde im Jahre 1825 von William Haldimand anlässlich eines Architekturwettbewerbs erstellt und steht seit dann auf der Landzunge des Denantou-Parks. Von hier aus führte uns der breite Uferweg direkt auf das Quartier Lausanne-Ouchy zu, wo unsere heutige Etappe dann auch endete. Mit der einzigen Metro der Schweiz liessen wir uns in die Nähe unserer Unterkunft „Agora Swiss Night by Fassbind“ bringen, wo wir uns mal für zwei Nächte einrichten konnten. Wir wollten uns nun erstmals einen Day-Off auf unserer Fernwanderung gönnen, um für unseren Schlussspurt nach Genf nochmals die Batterien richtig aufzuladen. Schöne Wanderung mit 19.5 Kilometern in 5.5 Sunden Gehzeit Insgesamt 360 Höhenmeter aufwärts.

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22. Sep, 2022

Nach unserer Nacht im Städtchen Châtel-St-Denis, abseits des Alpenpanoramawegs, machten wir uns nach dem Frühstück wieder auf und fuhren mit dem Bus zurück nach Les Paccots. Bei der Bushaltestelle Ermitage entstiegen wir unserem Shuttle und konnten die 22. Etappe in frischem Elan wieder unter die Wanderfüsse nehmen. Auf dem Teersträsschen wanderten wir erst steil, dann etwas leichter aufwärts und gelangten an nostalgischen Skiliften vorbei nach Les Joncs. Wir steuerten dann auf ein Wäldchen zu, wo der Alpenpanoramaweg in ein Wanderweglein abzweigte und dieses sich dann unwegsam durch Weidegebiet absenkte. Ein Kiessträsschen führte uns danach hinab in die „Comba des Paquiers“, wo wir nach dem kleinen Waldstück abbogen. Der Wanderweg führte uns durch eine Sumpfwiese und anschliessend auf einem schlecht unterhaltenen und zum Teil steilen Weg durch den Wald hinab zur „Passerelle Fégire“. Mit der Überquerung des Baches „La Veveyse Fégire“ landeten wir dann auch im Kanton Waadt und liessen somit das Kantonsgebiet von Freiburg endgültig hinter uns. Der Weg führte uns sogleich aus dem Bachtobel wieder hinaus. Der steile, weiterhin etwas unwegsame Wanderweg trieb uns schnell in die Höhe und erreichten bei einer Lichtung dann auch wieder ein Strässchen. Auf diesem Hartbelag zogen wir dann an einer Alpwirtschaft vorbei und zweigten im Walde wieder in ein wurzeligen Wanderpfad ein. Etwas weiter aufwärts betraten wir dann das Naturschutzgebiet von „Les Tenasses“ mit seiner ganz besonderen Vegetation. Auf weichen Wiesenwegen, später auf schier endlosen Holzwegen wanderten wir durch die äusserts schöne Moorlandschaft ebenaus. Wir erreichten wieder eine Strasse, welche uns nun etwas hinauf nach „Lally“ führte. Hier entschieden wir uns, anstelle dem steilen und kräftezehrenden Abstieg, die weitaus bequemere Variante mit der Zahnradbahn vorzuziehen. So zogen wir unsere Kehren statt mit den Wanderschuhen auf den Geleisen hinab nach Blonay. So sparten wir uns auf den 3.5 Kilometern Wegstrecke satte 630 Höhenmeter abwärts und waren überzeugt, dass sich dafür unsere Knie darüber freuen würden. Beim Bahnhof konnten wir einem verkehrsfreien, geteerten Fussweg entlang den Geleisen dann Folge leisten. Der Alpenpanoramaweg führte uns dabei unterhalb des schmucken „Château de Bloney“ vorbei. Das Schloss wurde im späten 12. Jahrhundert von der savoyischen Familie Blonay erbaut und ist bis heute in deren Besitz. Wir folgten mit wenigen Ausnahmen dem Fussweg direkt den Bahngeleisen und gelangten so nach St-Légier-La Chiesaz, wo wir der Strasse nach ins Dorfzentrum wanderten. Wir liessen den Ort auf deren Westseite dann hinter uns und wanderten auf kleinen Wegen durch einen schönen kleinen Wald. Hier entschieden wir uns bei einem schönen Picknick-Plätzchen auch unser Mittagessen einzunehmen, welches wir uns vorhin in Blonay eingekauft hatten. Nach der Stärkung hatte uns die Strasse aber bald wieder und wir folgten dieser über die Autobahn hinweg. Kurz danach würde der Alpenpanoramaweg hinab in die Veveyse-Schlucht führen. Wir hatten aber gesehen, dass infolge Bauarbeiten ein Teil des Weges gesperrt wäre und uns die vorgeschlagene Umleitung nicht gerade logisch angelegt war. Wir hätten durch diese Umleitung sicher 45 Minuten zusätzliche Wanderzeit auf nicht attraktiven Wegen gehabt. So zogen wir es vor, zwar auch nicht unbedingt attraktiv, dafür aber einiges kürzer über die Eisenbrücke „Pont de Fenil“, unsere eigene Umleitung zu laufen. Wir überquerten also über diese Brücke die Veveyse-Schlucht und wanderten auf der Strasse wieder in südliche Richtung. Wir erreichten schon bald wieder unseren markierten Alpenpanoramaweg und stiegen bei der Autobahnbrücke zum Strässchen bei „Champ de Ban“ hinauf. Wir hatten nun die berühmten Terrasses-des Lavaux erreicht und liessen uns durch diese ersten Weinberge hinaustreiben. Der Strasse nach gelangten wir, leider sehr verkehrsreich, an den Ortseingang von Chardonne, wo uns nun die Wegweisung abwärts lotste. Steil abwärts durch die Weinberge und dann an den Geleisen der Zahnradbahn entlang, erreichten wir dann Corseaux, oberhalb von Vevey. Das Hotel Châtonneyre war in diesem beschaulichen Ort auch gleich gefunden und konnten dort unsere heutige Etappe beenden. Schöne Wanderung mit 17 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 570 Höhenmeter aufwärts.

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21. Sep, 2022

Wir verbrachten eine wunderbare Nacht im Hotel de Ville inmitten des wunderschönen mittelalterlichen Städtchens von Gruyère und stärkten uns für die bevorstehende Tour mit einem „petit déjeuner“. Nach dem wir Sack und Pack zusammen gepackt hatten verliessen wir das Hotel und wanderten durch das südliche Stadttor aus dem Städtchen hinaus. Die Markierung lotste uns dann auf einen Treppenweg, der uns vom Burghügel nun hinab führte. Über ein Strässchen und später über einen schmalen Kiesweg erreichten wir dann das Gelände der Schaukäserei von Gruyères. Hier deckten wir uns dann noch mit einem kleinen Wanderproviant ein, bevor uns dann der Strasse nach aus dem Ortschäftchen entfernten. Unser Weg ging dann auch auf Naturbelag über und überquerten im Wald das Flüsschen Albeuve mittels einem Brücklein. Ein Wanderweglein führte uns durch Waldhang bergauf und gelangten so zu einem Fahrsträsschen. Der fast 6 Kilometer lange Anstieg mit 700 Höhenmeter hatte für uns nun begonnen und wanderten auf dem äusserst steilen Kiessträsschen bergauf. Wir bewegten uns nun auch zugleich auf dem „Sentier de Fromageries“, welcher uns durch die Weiden des Greyerzerlandes führt und uns den Ursprung des Gruyère AOP und Vacherin Fribourgeois AOP näherbringen soll. Sechs der insgesamt zwanzig Stationen werden wir auf unserer heutigen Wanderung dabei passieren. Das breite Alpsträsschen führte uns nun stetig durch offene Weiden bergauf und konnten immer wieder die fantastischen Aussichten auf das schöne Greyerzerland werfen. Auf einem Wiesengrat wanderten wir dann hinauf, passierten das schön gelegene Chalet des Clés SAC, wo wir nun uns auf den Schlussanstieg machen konnten. Der markante Berggipfel Moléson hatten wir dabei stets in unserem Blickfeld und wanderten auf den Bergwald zu. Ein schön angelegter Weg führte uns durch den Wald hindurch und standen schon bald Fusse des Moléson bei der Mittelstation Plan-Francey. Von hier führt die Gondelbahn hinauf zum Aussichtsberg, von welchem sich bei guter Sicht ein herrlicher 360°-Panoramablick über die Voralpen des Greyerzerlandes, sowie die Berner und Walliser Alpen bieten würde. Hier hatten wir auch unseren höchsten Punkt der heutigen Tour überschritten und kehrten hier noch kurzerhand ins nahe Bergrestaurant ein. Hier konnten wir uns wieder von den Aufstiegsmühen, sicher auch wohlverdient, erfrischen und stärken. Danach wanderten wir nun mehr oder weniger der Höhenkurve entlang durch die schöne Alpenwelt. In Richtung Gros Plané und Col de Villard am Fusse des Moléson zeichneten sich in der Ferne im Wechsel der Genfersee, das Mittelland, der Jura oder die grünen Hänge der Voralpen ab. Wir erreichten dann auch das Chalet du Gros Plane, mit seiner Alpwirtschaft. Das Natursträsschen führte uns dann gemächlich weiter durch die schöne Voralpenlandschaft hindurch und gelangten so zur Alpe „Le Villard Dessous“. Hier fassten wir mal wieder Hartbelag unter unsere Wanderfüsse und stiegen auf diesem Strässchen wieder ein wenig in die Höhe. Auf der Passhöhe eröffnete sich uns dann auch der erste Blick auf den Genfersee, wenn auch leider nicht bei ganz klarer Sicht. Wir liessen so den Pass „Le Villard“ dann auch hinter uns und konnten nun den Abstieg ins Tal beginnen. In mehreren Kehren schraubte sich die Strasse hinab zur Alpe La Pudze, wo wir dann wieder auf einem Wanderweg Fuss fassen konnten. Wir wanderten so weiter bergab und verloren auf schön angelegten Wanderpfaden durch den Wald und kleinen Weiden wieder einige Höhenmeter. Kurz nach dem Chalet des Pueys gelangten wir wieder an ein Teersträsschen, welchem wir nun Folge leisteten. Auf diesem zogen wir nun bequem hinab ins Tal, wo wir nach Waldaustritt an den Rand des Ferienortes Les Paccots gelangten. Das letzte Teilstück, welches uns etwas unattraktiv der Strasse entlang durch  den Ferienort leiten würde, liessen wir nun sein und beendeten unser Tour bei der Bushaltestelle „Les Rosalys“. Da sich die Übernachtungsmöglichkeiten hier nicht gegeben waren, fuhren wir mit dem Bus nach Châtel-St-Denis, wo wir im Café Tivoli ein Zimmer reserviert hatten. Schöne Wanderung mit 16.5 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 910 Höhenmeter aufwärts.

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20. Sep, 2022

Wir hatten die „Schafscheid“- Nacht im Hotel Wasserfall überstanden und stärkten uns vor unserem heutigen etwas längeren Weitermarsch ausgiebig. Wir schnürten unsere Wanderschuhe und nahmen nach dem Auschecken die 20. Etappe auf dem Alpenpanoramaweg in Angriff. Wir fanden unseren Einstieg direkt unterhalb der Hauptstrasse und wanderten hinab ins Jaunbachtal. Wir gelangten dann auch schon gleich an den Lauf des Jaunbaches, welcher nun für längere Zeit unser treuer Begleiter sein sollte. Auf Naturwegen wanderten wir also nun nahe dem Ufer entlang gemächlich talauswärts. Mal auf schmaleren, dann auch wieder breiteren Wegen wanderten wir auf den Weiler „Im Fang“ zu. Wir wechselten kurz darauf bereits zum vierten Mal die Uferseite des Jaunbach und wanderten auf dem schön angelegten , schmalen Kiesweglein direkt am bewaldeten Ufer entlang. Schon bald hatten wir wohl auch die Sprachgrenze überschritten, zeugten doch jetzt französische Wörter entlang unseres Weges. Der Alpenpanoramaweg wechselte nochmals dreimal die Seite des Baches, der seinen Namen mittlerweile vom Jaunbach zu La Jogne gewechselt hatte. In „Sous Les Vanels“ entfernten wir uns dann aber vom Gewässer und wanderten im Wald nun etwas bergauf. Ein Wanderweg führte uns über die kleine wildromantische Waldpassage zu einer Erhebung hinauf und folgten dann dem Fahrsträsschen hinab zur Hauptstrasse in Charmey. Entlang dieser befahrenen Strasse zogen wir durch den Ort hinaus und zweigten bei einem Einkaufscenter in südlicher Richtung ab. Wir folgten dort dem markierten Teersträsschen bergab zum Waldeingang. Wir bewegten uns hier auf bereits bekannten Wege, waren wir diesen Abschnitt bis nach Gruyères ja bereits vor 4 Jahren schon mal gewandert waren. Auf breitem Weg wanderten wir durch den Wald von Presquille und erreichten leicht bergab das Ufer des Lac de Montsalvens. Über die Hängebrücke, welche im Volksmund hier auch als „Gwagglibrugg“ bezeichnet wird, wechselten wir von der Halbinsel ans nördliche Seeufer. Im steten Auf und Ab führte uns der steinige, aber sehr abwechslungsreiche Wanderpfad durch den Wald entlang des Berghanges. Bei Saudy verliessen wir das Waldgebiet wieder und gelangten so direkt ans Seeufer, welchem wir nun mehr oder weniger folgen konnten. Wir erreichten nach einiger Zeit die 55 Meter hohe Bogenstaumauer, welche mit seinen über 100 Jahren auch als älteste Bogenstaumauer Europas gilt. Nach der Überquerung des Staudamms führte uns der gesicherte Treppenweg über unzählige Stufen hinunter in die wilde Gorge de la Jogne, auf Deutsch auch Jaunbachschlucht genannt. Schmale, gesicherte Pfade führten uns an speziellen Felsformationen vorbei. Wir querten dabei immer wieder abenteuerliche Felstunnels, kleine Brücken und schöne Wasserfälle. Diese vielen Höhepunkte auf diesem wirklich lohnendem Abschnitt liessen uns immer wieder innehalten und liess uns dieses Naturspektakel in vollen Zügen geniessen. Nach dem Creux de Tines verliessen wir diese wunderbare Schlucht wieder und stiegen gemächlich zur Hauptstrasse auf. Wir folgten auf dem Gehsteig der Strasse bis zu den ersten Häusern von Broc und bogen dort in ein Quartiersträsschen ein. Nach dem Schützenhaus zweigten wir in den schönen Wiesenpfad ein, welcher uns zur kleinen Marien-Wallfahrtskirche Notre Dame des Marches führte. Die Kapelle, welche sich am Fusse des Dent de Broc befindet, wurde bereits 1705 erbaut und dient heute als überaus beliebte Hochzeitskapelle. Wir entzündeten dort noch eine Kerze, bevor wir uns dann wieder weiter bewegten. Auf dem markanten Nebenhügel thronte und grüsste uns bereits das Städtchen Gruyères, welches unser heutiges Etappenziel sein sollte. Wir wanderten dazu etwas bergab und erreichten so das Ufer der Saane, welcher wir ein Stück flussaufwärts folgten. Auf der gedeckten Holzbrücke „Pont qui Branie“, wechselten wir die Uferseite und wanderten auf dem Teersträsschen zum Fusse des Château Gruyères. Die letzten Höhenmeter des Tages meisterten wir über einen Treppenweg erreichten schon bald darauf das mittelalterliche Städtchen Gruyères. Wir schlenderten durch, die uns sehr wohl bekannten Gassen zum Hotel de Ville, wo unsere heutige Etappe dann auch ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 23 Kilometern in 6.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 400 Höhenmeter aufwärts.

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