28. Feb, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 1 - Frauenfeld - Aadorf

TRW 1 - Frauenfeld – Aadorf

Der Thurgauer Rundwanderweg ist ein rund 200 Kilometer langer Wanderweg, welcher der Wanderer an vielen der schönsten Punkte des Kantons Thurgau vorbeiführen soll. So setzten wir unser Plan in die Tat um und stellten uns diesem Unterfangen. Der Rundwanderweg ist gemäss der Broschüre der Thurgauer Wanderwege in 24 Etappen eingeteilt. Wir konnten jedoch einige Abschnitte zusammenfassen und werden diesen in den nächsten Tagen dann in 12 Tagestouren erwandern. 

Start und Endpunkt der Rundwanderung ist der Kantonshauptort Frauenfeld und so reisten wir dorthin, um die erste Etappe in Angriff nehmen zu können. Wir verliessen den Bahnhof auf deren Nordseite und folgten der Strasse der Murg entlang. Die Markierungen lotsten uns dann weg vom Fluss und dirigierten uns durch die Stadt hinaus. Die Strasse stieg nun leicht in die Höhe und brachte uns so an den oberen Stadtrand hinauf. Eine Brücke brachte uns über den Mühlitobelbach und wanderten nun auf einem Wanderweglein weiterhin empor. Wurzlige Pfade und zwischen Baumstämmen hindurch wanderten wir durch das malerischen Mülitobels auf die Vorderi Egg zu. Der Wanderweg mündete in ein Natursträsschen ein und folgten diesem dem Stadtbachtobel entlang. Der Weg zog dann wieder etwas kräftiger an und wanderten im Wald dem Stählibuck entgegen. Auf Pfaden und auf Forststrässchen erreichten wir dann den Stählbuckturm auf 656 Meter Meereshöhe. Auch wenn es bereits zum dritten Mal war, liessen wir es uns auch heute nicht nehmen den Turm zu besteigen. Der im Jahre 1908 erbaute und 27 Meter hohe Turm bot uns wiederum einen herrlichen Rundblick über die sanfte Thurgauer Landschaft und die Alpenkette. Nachdem wir wieder Fuss auf Mutter Erde gefasst hatten, machten wir uns auf den Abstieg vom Stählibuck. Etwas steil brachte uns der Pfad zum Waldausgang bei der Waldegg und stiegen dann über ein Strässchen Restaurant Stählibuck hinab. Wir querten dort das Feldgebiet und stiessen dann auf ein Teersträsschen, das uns durch den Weiler Dingenhart brachte. Wir tauchten dann in den Wald hinein und stiegen hinab zum wild mäandrierenden Tuenbach. Wir durchquerten dieses sehr reizvolle Bachtal und wanderten wieder bergan, um zum Weiler Chöll zu gelangen. Die Strasse brachte uns dann hinauf zum Waldrand, traten in das Wäldchen hinein und durchquerten dieses zum Sonnenberg hin. Das gleichnamige Schloss konnten wir nun auch schon erblicken und steuerten auf dieses auch hinzu. Die Anlage wurde erstmals 1242 erwähnt und befindet sich auf einem Schlosshügel hoch über dem Lauchetal. Die 2007 begonnen Renovationsarbeiten dauern auch im Jahre 2022 nach diversen Baustopps und Streitereien immer noch an. Der weit herum sichtbare Baukran ist demnach auch bereits zum Wahrzeichen geworden. Der Wanderweg führte uns unterhalb des Burghügels herum und stiegen danach über Treppen durch den steilen Wald ins Lauchetal hinab. Wir fassten wieder Fuss auf Hartbelag und erreichten sogleich auch die ersten Häuser von Stettfurt. Unser Weg führte uns mitten durch die Ortschaft hindurch und zogen dann durch Feldgebiet auf ein Wäldchen zu. Wir überquerten die Lauche und wanderten auf dem Natursträsschen erst durch Wald, dann wieder durch die weiten Felder auf die Ortschaft Matzingen zu. Der Wegweisung folgend suchten wir uns den Weg durch den grösseren Ort und liessen diesen, nachdem wir das Flüsschen Lützelmurg überquert hatten, hinter uns. Der Weg folgte zum Teil der mäandrieren Lützelmurg in den Wald hinein. So wanderten wir kreuz und quer durch das Waldgebiet des Riederholz, bevor wir am Laubegg wieder aus diesem heraustraten. Wir unterquerten die Autobahn und steuerten der Strasse nach auf das kleine Dorf Aawangen zu. Nach dem kleinen und schmucken Kirchlein wendete sich unser Weg in Richtung Süden zu und folgten wiederum dem Lauf der Lützelmurg. Durch kleine Wäldchen und Feldern brachte uns der Thurgauer Rundwanderweg unserem Zielort immer näher. Etws umständlich umwanderten wir noch ein Kieswerk und eine Abwasserreinigungsanlage, bevor wir nun der idyllischen Lützelmurg in den Ort Aadorf hinein folgten. Die Strasse führte uns an den Gleisanlagen entlang direkt zum Bahnhof hin, wo wir unsere erste Etappe dann auch beenden konnten. Schöne Auftaktstour mit 20 Kilometer in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 475 Höhenmeter aufwärts. 

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