1. Mrz, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 2 - Aadorf - Fischingen

Tag 2 auf unserem Thurgauer Rundwanderweg stand heute auf unserem Programm und wir reisten wieder zurück nach Aadorf, wo wir unsere Tour nun fortsetzen konnten. Wir entfernten uns vom Bahnhofgelände und folgten den Geleisen ein Stückweit in nordwestliche Richtung. Die Markierung lotste uns unter dem Bahngleis hindurch und hielten auf ein Wäldchen zu. Der Waldweg führte uns nun durch den etwas steileren Hang hinauf zum Haggenberg, wo wir auf der Strasse Fuss fassten. Weiterhin leicht aufwärts wanderten wir nun kurzeitig auf Zürcher Kantonsgebiet auf die bewaldete Hügelkuppe zu. Das Waldsträsschen führte uns durch den Wald hinauf und senkte sich dann aber allmählich auch wieder. Nachdem wir aus dem Waldgebiet heraustraten, folgten wir dem Natursträsschen hinab zum Dorfrand von Ettenhausen. Wir streiften aber nur den westlichsten Teil der Ortschaft und liessen die Häuser so auch schon gleich hinter uns. Durch die Felder führte uns de Feldweg stetig, aber leicht bergauf. Vor uns konnten wir die bewaldete Erhebung des Haselberg erblicken und steuerten auf dessen Waldrand zu. Der Weg verschmälerte sich zunehmend und folgten dem kleine Salzebach in den Wald hinein. Unser Weg stieg nochmals etwas kräftiger an, bevor hinab auf den Rüetschberg hinkamen. So wechselten wir auch wieder auf Zürcher Kantonsgebiet, auf welchem wir nun auch eine Zeitlang verblieben. Der aussichtsreiche Weg am Hang entlang ermöglichte sich uns, ein wunderbarer Blick über den Bichselsee und das sogenannte Tannzapfenland zu werfen. Wir durchquerten das kleine Dorf Seelmatten am Rande des Bichselsees und hielten uns auf die bereits nächste grössere Erhebung zu. Hier begann wohl nun der anspruchsvollste Teil des gesamten Thurgauer Rundwanderwegs. Waren doch nun etliche Höhenmeter zu bewältigen, wobei aber auch eine sehr gute Trittsicherheit ist auf diesem Abschnitt von Vorteil ist. Uns standen vorerst nun in den nächsten 1.5 Kilometern über 200 Höhenmeter bevor, um auf den höchsten Punkt des gesamten Rundwegs zu gelangen. Ein schmaler Weg über Stock und Stein führte uns somit über den Waldrücken der Siggenbüel bergauf. Wir erreichten kurzzeitig ein Forststrässchen, wo der Weg nun etwas abflachte und stiegen dann auf dem schmalen Gratweg dem Gipfel des Chabishaupt entgegen. Somit hatten wir den höchsten Punkt auf 815 Meter höhe dann auch erreicht und folgten weiterhin dem schmalen, etwas ausgesetzten Grat übers Spachtegg. Der Grat verlief dabei genau auf der Kantonsgrenze Thurgau und Zürich, zeugten doch immer wieder die vielen Grenzsteine davon. In der Wolfsgrueb erreichten wir dann wieder einfacheres Gelände. Der Weg wurde breiter und führte uns hinüber zur Hochwacht, wo wir dann auch wieder Teerbelag erreichten. Wir gelangten so zum Weiler Niederwies, wo wir nun wieder anspruchsvolleres Gelände bevorstand. Die Überschreitung des Taneggergrat erfordert doch schon gutes Schuhwerk und sehr gute Trittsicherheit. Der schmale Tanneggergrat wird ausschliesslich von Wurzeln zusammengehalten und deren Begehung stellt sich wirklich als kleines Abenteuer dar. Vorsichtig und mit Einsatz unsere Wanderstöcke meistern wir dieses Unterfangen und erreichten am Ende des Grats die Burgruine Tannegg.  Diese Spornburg hat seine Ursprünge im frühen 13. Jahrhundert und wurde aber bereits 1407 in den Appenzeller Kriegen wieder zerstört. Über ein paar Kehren gelangten wir wieder zurück ins Tal und wechselten auf dessen andere Seite hinüber. Das Wanderweglein führte uns zwischen Waldrand und Taneggerbach an den Ortrand von Dussnang. Die Wegführung lotste uns nun dem Murgtal einwärts und wir folgten erst der Teerstrasse und später dann dem Natursträsschen auf Fischingen zu. Wir konnten schon bald die barocke Klosteranlage mit ihrem markanten Kirchenturm erblicken und fokussierten unsere Wanderrichtung darauf. Dort endete dann auch unsere Tour und fuhren mit Bus und Bahn wieder zurück in die Heimat. Anspruchsvolle, aber schöne Wanderung mit 17.6 Kilometer in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 570 Höhenmeter.

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