6. Mrz, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 5 - Bürglen - Hauptwil

Etappe 5 auf dem Thurgauer Rundwanderung war auf unserem heutigen Tagesprogramm und so reisten wir nach Bürglen, wo wir unsere Tour fortsetzen konnten. Wir verliessen das Bahnhofsareal und folgten der Strasse, welche uns über die Tour zu den Zürcher Ziegeleien führte. Der Wanderweg führte uns erst am Waldrand und dann über die Strassen durch die Felder auf den Obsthof in Neuwies zu. Wir stiegen nun wieder hinauf zur Ortschaft Wertbühl, wo wir unsere bekannte Markierung des Thurgauer Rundwanderweges vorfanden. Das Strässchen senkte sich nun leicht abwärts und wir wanderten an den Höfen Freihof und Neuhaus vorüber. Den Weiler Metzgersbuhwil liessen wir dann auch hinter uns und gelangten übers Feld auf die Ruine Anwil zu. Das historische Gemäuer stand nicht direkt an unserem Weg, war aber dennoch gut zu erkennen, da sie sich auf einem Hügel emporhebt. Die Burganlage wurde wohl in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und im Jahre 1405 von den Appenzellern geplündert und zerstört. Bei der Hintermühle dirigierte uns die Wegweisung dann von der Strasse weg und zweigten ein ins malerische Tobel des Rütibachs. Die Waldstrasse führte uns dann durch das idyllische Hintertöbeli hinauf und überquerten dann im hinteren Tälchen den Huebbach. Ein treppendurchsetzter Wanderweg führte uns dann ziemlich steil aus dem Tobel heraus und erreichten Weideland, wo der Weg dann abflachte. Die ersten Häuser der Ortschaft Neukirch an der Thur kamen dann auch schon in unser Blickfeld. Die Strasse führte uns durch die Dorfmitte hinaus und zweigten im Weiler Buchzelg von der breiten Strasse dann auch wieder weg. Leicht aufwärts liessen wir die Häuser hinter uns und folgten erst dem Naturweg und dann dem Teersträsschen hin nach Olmerswil. Auf der Weide konnten wir nun ungewohnt exotische Tiere wie Kamele, Dromedare, Lamas und Alpakas entdecken. Wir hatten nämlich den Kamelhof in Olmerswil erreicht und konnten uns von diesem speziellen Erlebnishof mitten im Thurgau begeistern lassen. Unser Weg zweigte nun in östliche Richtung ab und wanderten auf dem Wiesenweg zum nächsten Weiler hin. Die Handvoll Häuser von Entetswil waren schnell hinter uns. Über Feld-, Wald- und Wiesenwege gelangten wir an einzelnen Siedlungen vorbei hinab zum ehemaligen Schloss Katzensteig. Ursprünglich um 1590 erbaut, wurde das 3-geschossige Giebelhaus nach mehreren Besitzerwechseln 1818 abgebrochen und durch das heutige kleine Landhaus ersetzt. Unser Weg führte uns direkt an diesem vorbei und stiegen über Treppen dem Nagelfluhfelsen hinab zur Thur. Am Fusse des Katzensteiger Felsen angelangt konnten wir nun dem Uferweg der Thur entlang folge leisten. Schon bald erreichten wir die Alte Thurbrücke, welche im Volksmund gerne auch als Krumme Brücke bezeichnet wird. Die 116 Meter lange Brücke aus Tuff- und Sandsteinen ist die längste aus dem Mittelalter erhaltene Natursteinbrücke der Schweiz. Den Namen „Krumme Brücke“ erhielt diese, weil der Grundriss einige Knicke vorweist, damit ihre Pfeiler auf dem Nagelfluhfelsen im Flussbett gegründet werden konnten. Wir überquerten über diese achtjochige Brücke die Thur und wanderten unterhalb der schönen Altstadt-Häuserzeilen im Stadtpark bergauf. Der Thurgau Rundwanderweg führte uns am Bahnhof vorbei und zogen in südöstlicher Richtung aus der Stadt heraus und auf den Waldrand zu. Ein letzter etwas längerer Anstieg des heutigen Wandertages hatte bereits begonnen und wir erreichten auf der Waldstrasse die Kuppe des Bischofbergs. Der Weg senkte sich dann auch wieder und wir gelangten an der Waldschenke vorbei an den oberen Dorfrand von Hauptwil. Fusswege führten uns durch die modernen Quartiere hinab und gelangten am alten Schloss vorbei ins Ortszentrum hinein. Die Markierungen lotsten uns dort schliesslich zu dem etwas in der Höhe liegende Bahnhof hinauf, wo unsere Tour dann auch ihr Ende fand. Schöne Wanderung mit 18.7 Kilometern in 5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 365 Höhenmeter aufwärts

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