12. Mrz, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 6 - Hauptwil - Amriswil

TRW 6 - Hauptwil – Amriswil

Mit dem Zug reisten wir wieder ins Thurgau nach Hauptwil um den 6. Tag auf dem Thurgauer Rundwanderweg unter unsere Wanderschuhe nehmen zu können. Wir wanderten vom Bahnhof hinab in den Dorfkern und liessen uns von den Markierungen an den Hauptwiler Weiher lotsten. Dies ist einer der insgesamt 5 Weiher, welche hier im 15. Jahrhundert künstlich für die Fischzucht angelegt wurden. Heuet zählen diese Flachmoore als Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Die Strasse dient hier als Damm, welchen wir nun auch überschritten. Das Strässchen mutierte dann zu einem Naturweg und wanderten auf diesem nun bergauf. Immer wieder konnten wir schöne Blicke auf die Weiherlandschaft und Hauptwil werfen, bevor wir in den Wald vom Büelhölzli eintauchten. Ein Abstieg über den treppendurchsetzten Wanderweg brachte uns ans Ufer des zweiten Weihers den Gwandweiher. Ziemlich direkt am schilfbewachsenen Ufer entlang erreichten wir den Damm, welcher den Gwandweiher vom Horbacher Weiher trennt. Über den Naturdammm wechselten wir ans rechtseitige Ufer des bereits dritten Weihers und folgten diesem durch das wunderbare Naturidyll. Unser Wanderweg mündete dann in Teersträsschen ein, welcher uns in der Nähe des Rütiweiher entlangführte. Das Strässchen stieg nun auch in die Höhe und zweigten oberhalb wieder in ein Wäldchen ein. Wieder mit natürlichem Belag unter unseren Füssen wanderten wir durch den lauschigen Wald hinaus und konnten mit dem Horber Weiher auch bereits schon den fünften und somit letzten der Hauptwiler Weiher erblicken. Der Wanderweg mündete in ein Asphaltsträsschen ein und wir folgten diesem in die Ortschaft Wilen (Gottshaus) hinein. Wir wanderten dann auf dem Natursträsschen über die Oberi Halde hinunter zur Tobelmühle. Hier mussten wir den Thurgauer Rundwanderweg verlassen, da auf der ursprünglichen Route, die Sitterfähre in Gertau leider saisonbedingt noch nicht fuhr. So mussten wir eine Alternativ-Route ins Auge fassen und folgten so der Strasse in nordwestliche Richtung. Wir erreichten schon bald die Hauptstrasse und überquerten auf dieser die Sitter. Die kleine Siedlung Leutswil hatten wir schnell hinter uns gelassen und wanderten auf grasigen Pfaden durch die Felder in der Sitterebene. Wir steuerten auf das Eggwies zu und stiegen nun ziemlich direkt durch den etwas steileren Wiesenhang zum Unteregg empor. Wir passierten nun für kürzere Zeit die Kantonsgrenze zu St. Gallen wanderten auf dem Feldsträsschen auf den thurgauischen Weiler Riet zu.  Die Gegend ist hier stark vom Obstbau geprägt und sollten fortan immer wieder an zahlreichen alten und neuen Obstkulturen entlang wandern. Die Wegweisung lotste uns gegen Osten zu und wanderten an und durch kleine Wäldchen zum Naturschutzgebiet des Hudelmoos, wieder auf st. gallischen Boden hin. Dieses beheimatet eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten und stellt so ein eigentlicher Hotspot der Biodiversität dar. Im Weiler Hueb trafen wir dann wieder auf unsere Markierungen des Thurgauer Rundwanderwegs und konnten so unsere geplante Umleitung wieder beenden. Ein Wanderweg führte uns über den aussichtsreichen Chrüzacker, wo wir dann auch wieder ins thurgauische wechselten. Eine etwas windgeschützte Rastbank bot uns ein wunderbares Plätzchen um unsere verdiente Mittagspause einzulegen. Wir wanderten danach dann hinab nach Hagenwil mit seinem sehenswerten Schloss. Die Wasserburg wurde erstmals im Jahre 1264 erwähnt und beherbergt heute ein Gourmet-Restaurant. Die Strasse führte uns wieder auf eine Anhöhe hinauf und wanderten durch die weiten Felder auf das Wäldchen am Geissberg zu. Über einen Wanderweg verloren wir weiter an Höhe und querten im Tal erst die Hauptstrasse und den kleinen renaturierten Hegibach. Kurz vor dem Ortrand von Amriswil streiften wir das lauschige Wäldchen Hellmüli und wanderten am Friedhof vorbei in den Ort hinein. Nun konnten wir uns wieder von den Markierungen durch die Stadt hinaus zum Bahnhof dirigieren lassen, wo unsere Tour dann endete. Schöne Wanderung mit 16 Kilometern in 4 Stunden Gehzeit. Insgesamt 150 Höhenmeter aufwärts.

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