14. Mrz, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 8 - Arbon - Güttingen

Das Städtchen Arbon am Bodensee war der heutige Ausgangspunkt für unsere 8. Etappe auf dem Thurgauer Rundwanderweg. So reisten wir mit dem Zug dorthin, um unsere Wanderung gestrigen Endpunkt wieder fortsetzten zu können. Heute stand ja eine sehr einfache Tour auf unserem Tagesprogramm, da wir ja mehrheitlich auf breiteren und flacheren Wegen dem Bodenseeufer bis ins Ziel folgen konnten. Wir verliessen den Bahnhof zur Seeseite und folgten nun dem schön angelegten Uferquai in Richtung Norden zur Schiffslände. Unser Weg führte uns am Gelände des ehemaligen Kastell Arbor Felix vorbei. Das spätrömische Kastell ist heute aber komplett vom mittelalterlichen Ortskern überbaut und konnte erst 1957 archäologisch nachgewiesen werden. Aus dem Namen Arbor Felix, was in etwa „glück- oder segenbringender Baum“ bedeutet, entwickelte sich der Name über Arbona ins heutige Arbon. Die Uferstrasse führte uns um das kleine Seehorn herum und traten bei der Badeanstalt dann in das Seeparkgelände ein. Ein naturbelassener Fussgängerweg führte uns dann am Strässchen des Philosophenweg entlang ins Naturschutzgebiet des Seemoosriet. Der Thurgauer Rundwanderweg führte uns am Rande des schönen Auenwäldchen vorüber und betraten beim Campingplatz Buchhorn dann auch wieder breitere Wanderwege. Die Wanderung verlief weiterhin nie ganz am Wasser, da die Flachwasserzone mit Schilf bewachsen oder mit Wochenendhäuschen bebaut ist. Unser Weg verlief auch nun mehr oder weniger den Bahngleisen und wurden dann und wann von den vorbeirauschenden Zügen überrascht. Wir arbeiten uns so zwischen See und Geleisen weiterhin in nordwestliche Richtung und gelangten so zum Strandbad Wiedehorn. Das Natursträsschen führte uns an den grossen Obstplantagen vorüber und wanderten so auf die Bahnstation Egnach zu. Für einen Moment verliessen wir nun das Bahntrassee und wanderten aufs Quartier Luxburg zu.Etwas von den Bäumen verdeckt konnten wir dennoch den Zwiebelturm des Schlösschens Luxburg erblicken. Eine Brücke brachte uns über den kleinen Wiilerbach und erreichten schon gleich wieder die Gleisanlagen, welchen wir weiterhin folge leisteten. Das Natursträsschen ging bei der Aachmündung auf Teerbelag über und wanderten so auf die mächtigen Werfthalden in Romanshorn zu. Die Wegweisung lotste uns direkt am Seeufer entlang, passierten so die eingewinterten Boote und Jachten im Hafen und gelangten zum Kornhaus. Dieses Massivlagerhaus aus dem Jahre 1870/71 ist ein imposanter Zeuge der Vergangenheit und beherbergt heut nebst dem schweizweit einmaligen „House of Digital Art“, auch Ferienwohnungen, ein Bistro und Festlokalitäten. Direkt um Hafenbecken entlang wanderten wir zum Seepark hin Die prächtige Pfarrkirche St. Johannes grüsste uns stolz von dem kleinen Schlossberg aus. Ihre Fassade besteht aus Jurakalkstein und ist mit seinen 70 Meter hohen Kirchturm weitherum sichtbar.  Wir wanderten an der Badeanstalt und den Tennisplätzen vorüber und entfernten uns dann auch schon bald vom Bodenseeufer. Eine Unterführung brachte uns unter den Geleisen hindurch und liessen so nun auch das letzte Quartier von Romanshorn hinter uns. Das Strässchen führte uns durch Feld und führte uns wieder zu unserem heutigen treuen Begleiter, den Bahngeleisen hin. Der Wanderweg führte uns über den Tobelmülibach und dann der Bahnlinie entlang zum Arzneigarten VitaPlant hin. Dieser ist öffentlich zugänglich und erläuterte uns an den sieben Indikationsfeldern mit ausführlichen Infotafeln die Wirkung der Heilpflanzen für den Menschen. Wir hatten somit auch den Ortsrand von Uttwil erreicht und folgten nun wieder direkt dem wunderschönen und aussichtsreichen Ufer des Bodensees. Wir passierten die auf Stelzen gebauten, kubischen Badehäuschen aus den 20er und 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts und erreichten in Kesswil dann wieder für kürzere Zeit Hartbelag. Wir liessen das kleine Hafengelände von Kesswil hinter uns und folgten dem schön angelegten Seeweg auf Moosburg zu. Am Auenwäldchen entlang steuerten wir auf unser letztes Ortschäftchen von heute zu. Kurz vor dem Hafengelände von Güttingen lotste uns die Markierung weg vom See und wir folgten dieser zum Bahnhof hin. Hier sollte eigentlich unsere Etappe enden, mussten jedoch heute noch einige Extrameter in Richtung Zentrum in Kauf nehmen. Der Grund dafür waren Bauarbeiten an der Gleisanlage und waren auf den Schienenersatzverkehr angewiesen. Wir fanden dann auch die provisorische Haltestelle vor und konnten von dort wieder in Richtung Heimat reisen. Schöne Wanderung mit 19.6 Kilometern in knapp 5 Stunden Gehzeit. Keine nennenswerten Höhenmeter aufwärts. 

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