16. Mrz, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 10 - Kreuzlingen - Steckborn

Die Bahnstation Kreuzlingen Bernrain stellte sich uns heute als Startort der 10. Etappe auf dem Thurgauer Rundwanderweg dar und reisten somit wieder dorthin. Wir entstiegen der Bahn und wanderten der Strasse nach von der Station weg. Der breiten Strasse nach wanderten wir auf das Schlösschen Bernegg, einer dreiteiligen Schlossanlage aus dem 17. Jahrhundert zu. Das Ensemble aus dem herrschaftlichen Wohngebäude und dem grosszügigen Wirtschaftskomplex sind im Inventar der schützenwerten Ortsbilder der Schweiz aufgeführt. Ein Wanderweglein führte uns zur Eisenbahnbrücke hin, auf welcher wir nun das Saubachtobel überqueren konnten. Weiterhin neben dem Bahntrassee entlang wanderten wir auf dem Kiesweglein bis zur Strassenbrücke hin, welche uns über die Gleisanlangen hinweg führte. Aufwärts durch eine Allee führte uns die Strasse am Schloss Girsberg vorüber. Dieses wurde 1473 erstmals urkundlich erwähnt und beheimatet heute in den Räumlichkeiten des Schlosses ein Museum für Puppen und mechanisches Spielzeug. Der Strasse entlang wanderten wir an den Obstbäumen vorbei auf das Chastlertobel zu. Das äusserst scmucke und sehenswerte Pfaffeschlösschen grüsste uns noch vom Hügel herab, bevor wir uns dem Waldrand näherten. Der Wanderweg senkte sich ins malerische Tobel hinab, wo wir den Chastlerbach überquerten. Wir entstiegen dem kleinen Bachtobel sogleich aber wieder und fassten auf dem Hammbärg wieder Hartbelag unter unsere Wanderschuhe. Wir wanderten am oberen Dorfrand von Tägerwilen vorüber und stiegen dann über einen Pfad zur alten Säge im Allmändtobel hinab. Wir liessen allmählich die letzten Häuser von Tägerwilen hinter uns und folgten der Feldstrasse in Richtung Westen. Immer wieder mit schönen Ausblicken auf den Untersee und der Insel Reichenau wanderten wir leicht ansteigend auf das Wiibärgtöbeli zu. Das Teersträsschen führte uns nun etwas steiler am diesem kleinen Bachtobel hinauf. Unser Weg flachte am oberen Tobelende wieder ab und folgten nun den Feldsträsschen weiter westwärts. Wir erreichten schon bald die ersten Häuser der Ortschaft Ermatingen. Die Strasse führte uns erst etwas steiler in den Ort hinab und liessen uns dann von den Markierungen über den Lilienberg und Lankenberg dirigieren. Wir gelangten dem aufwärtsführenden Strässchen auf das Schlossgut von Arenenberg zu. Historische Bedeutung erlangte das Anwesen als Wohnsitz der vormaligen holländischen Königin Hortense de Beauhamais und des späteren französischen Kaisers Napoleon III.  Das im Schloss beheimatete Napoleonmuseum besteht auch heute noch weitgehend in seiner Originalmöblierung. An den Weinbergen entlang wanderten wir über Treppen vom Schlosshügel hinab zur Ortschaft Mannenbach-Salenstein, wo wir dann auch wieder in der Ufernähe des Untersees weiter wandern konnten. Wechselweise über Teer- und Feldsträsschen führte uns der Thurgauer Rundwanderweg an den Gleisanlagen entlang, welche wir in Eschlibach überquerten und auf dem Wanderweg weitermarschierten. Wir zogen am oberen Ortsrand von Berlingen vorüber und stiegen dann über ein Natursträsschen Richtung weissen Felsen empor. Am Schluss wurde es dann nochmals ziemlich steil, aber die gut angelegten Treppenstufen halfen uns diese Steilstufe auf den Weissen Felsen zu überwinden.  Auf diesem Sandsteingebilde hatten einst die Römer einen Wachturm errichtet, um die Verteidigungslinie gegen die Germanen zu sichern. Heute dient dieser Felsen ganz einfach dazu, sodass wir hier das wunderbare Panorama geniessen konnten. Wir zogen dann wieder hinab ins Jochental und wanderten auf dem Natursträsschen dem aussichtsreichen hang entlang. Wir erreichten den Ortsrand von Steckborn und somit auch wieder ein Asphaltsträsschen und liessen uns durch die Quartiere hinab zum Bahnhof treiben. Hier endete unsere 10. Etappe und begaben uns somit auch wieder auf unsere Reise in Richtung Heimat. Schöne Wanderung mit 17.8 Kilometer in 4 Stunden und 45 Minuten Gehzeit. Insgesamt 200 Höhenmeter aufwärts.

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