17. Mrz, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 11 - Steckborn - Stein am Rhein

Tag Nummer 11 auf dem Thurgauer Rundwanderweg stand auf der heutigen Wanderagenda und so machten wir uns wieder auf und reisten nach Steckborn. Der Bahnhof in Steckborn markierte unseren Startpunkt und wir folgten so ein kurzes Stück der Bahnhofstrasse, bevor wir die Bahngeleise unterqueren konnten. Die Strasse führte uns an den gepflegten Einfamilienhäusern entlang hinaus zum Ortsrand. Nach dem Mülital stiegen wir nun auf eine leichte Anhöhe hinauf  und konnten dort in westliche Richtung wandern. Zu unserer Rechten lag der malerische Untersee und zur Linken säumten die zahlreichen Obstbaumkulturen unseren Weg. Beim Hardhof tauchten wir schliesslich in den Wald hinein, wo es nun auf schmalerem Wege oberhalb des Hardtobel weiterging. Wir stiegen dann über einen etwas steileren Hohlweg durch den Wald hinab, bevor uns manche Stufen den Abstieg durch das tiefe Tobel zum Chesselbach erleichterten. Wir querten den Bach über das Holzbrücklein und entstiegen dann dem malerischen Waldtobel wieder. Wir wanderten leicht abwärts, nun wieder auf breiterem Wege beim Schloss Glarisegg vorbei und zweigten bei der Pfaffewies Richtung Westen ab. Der Forstweg brachte uns dabei stetig ansteigend zum Seehof, wo uns das Wanderweglein nun kräftig in die Höhe trieb. Wir querten nochmals zwei kleinere Bachtobel und erreichten weiter aufwärts schon bald die mystische Ruine Neuburg, einem spätmittelalterlichen Bau aus dem 13. Jahrhundert. Seit 1319 war sie als Lehnsgut des Klosters St. Gallen in wechselndem Besitz und wurde schliesslich 1745 abgebrochen. Heute sind immerhin noch ausgedehnte Ruinen mit Resten der grossen Ringmauer zu sehen. Der Wanderweg mündete in ein Forststrässchen ein und gelangten nach dem Queren des Weiertobels wiederum auf etwas schmalerem Wegabschnitt. Der gut ausgebaute Höhenweg, schlängelte sich wunderschön durch den Wald und bot uns immer wieder herrliche Ausblicke auf den Untersee und die deutsche Uferseite. Wir wanderten auf das Klingenegg zu, wo sich dann der Wald auch lichtete. Durch weitere Obstplantagen führte uns der Weg hinab zu zur kleinen Landstrasse und zogen auf dieser in die Richtung der Ortschaft Mammern. Kurz vor dem Bahnhof zweigte unser Weg dann weg und wanderten auf dem Strässchen ziemlich steil bergauf. Wieder um an Obstplantagen vorbei, hielten wir uns auf den Wald zu und taucht in selben auch hinein. Das  Waldsträsschen brachte uns auf eine Anhöhe, wo wir dem Kreuzweg nun ebenaus zur Mariagrotte wandern  konnten. Ein letzter Anstieg brachte uns dann schliesslich hinauf nach Klingenzell. An schönster Lage befindet sich dort die Wallfahrtskirche „Sieben Schmerzen Mariä“ und thront auf dem Seerücken hoch über dem Untersee. Die Wallfahrtskirche wurde 1705 eingeweiht und ist heute eine beliebte Hochzeits- und Taufkirche. Ein Wanderweglein führe uns vom steilen Hang des Seerücken dann wieder zügig bergab und erreichten, nachdem wir den Fänebach überquert hatten, wieder breitere Wege. Dieses Natursträsschen führte uns nun gänzlich hinab ins Tal und kamen so dem Seeufer wieder näher. Der Thurgauer Rundwanderweg führte uns zwischen der Ortschaft Eschenz und dem Eschenzhorn hindurch und konnten schon bald die Insel Werd mit seinem kleinen Franziskanerkloster St. Othmar erblicken. Von Eschenz aus führt ein 150 Meter langer Holzsteg auf die Klosterinsel, welche seit rund 1200 Jahren bewohnt ist Am Ufer entlang wanderten wir weiter und das Städtchen Stein am Rhein war bereits über dem Rhein sichtbar geworden. Wir bewegten uns nun auch auf Schaffhauser Kantonsgebiet und steuerten auf die Rheinbrücke zu. Wir zogen nun hinüber ins äusserst schmucke Altstädtchen von Stein am Rhein und bestaunten die kunstvoll bemalten Hausfassaden. Wir wanderten durch die Gassen hinaus und fanden schon das Hotel Garni Mühletal, wo wir dann Etappe 11 auch beendeten und unser Zimmer bezogen. Schöne Wanderung mit 15 Kilometern in 4 Stunden und 15 Minuten Gehzeit. Insgesamt 330 Höhenmeter aufwärts.

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