18. Mrz, 2022

Thurgauer Rundwanderweg 12 - Stein am Rhein - Frauenfeld

Heute stand mit 12. Etappe auf dem Thurgauer Rundwanderweg auch den letzte auf unserem Wanderprogramm und so sollte sich also unsere Runde heute wieder schliessen. Nach dem guten und reichhaltigen Frühstück verliessen wir das Hotel Garni Mühletal wieder und marschierten in die nahe Altstadt hinein. Nachdem wir uns dort noch mit dem Wanderproviant eindecken konnten, wanderten wir über die Rheinbrücke auf den Bahnhof zu. Wir liessen das Bahnhofsgelände auf deren Südwestlichen Seite hinter uns und wanderten der Strasse nach durchs Industriegebiet des Tägerfeld hinaus. Die Industriebauten waren bald passiert, stiegen vorerst über etwas steilere Wanderwege, dann wieder etwas gemächlicher der Strasse nach in die Höhe. Die Strasse führte uns an einem Campingplatz vorüber und gelangten über ein paar Kehren hinauf zum Speckhof. Bevor wir hier in den Wald eintraten, konnten wir nochmals unseren Blick zurückschweifen lassen. Die Sicht auf die Ramsener Ebene mit ihren markanten Hegauer Vulkankegeln war zwar sehr wolkenverhangen, aber es lohnte sich trotzdem.. Wir zweigten in das naturbelassene Waldsträsschen ein und wanderten auf diesem weiterhin bergauf. Eine aussichtsreiche Lichtung ermöglichte sich uns nochmals einen Blick in Richtung Untersee, bevor wir wieder ins ausgedehnte Waldgebiet eintraten. Das Forststrässchen senkte sich nach der Nussbaumer anerghütte wieder und gelangten so auf den Rossbuck zu, wo wir aus dem Wald heraustraten. Es eröffnete sich uns so auch erste Ausblicke ins Seebachtal. Bei gutem Wetter würde der Blick hier gar bis zur Alpenkette reichen, was uns aber heute leider verwehrt wurde. Das Teersträsschen schlängelte sich nun bergab in den Ort Nussbaumen hinein. Wir liessen Nussbaumen auf deren Südseite dann aber bald hinter uns und folgten dem Strässchen durch die weiten Felder hinaus. An Niederstamm-Obstplantagen vorbei hielten wir auf das Wäldchen des Moshölzli zu, das wir dann auch querten. Wir kamen so hinab ins Seebachtal, welches sich als einzigartige Seenlandschaft auszeichnet. Die drei Seen, der Nussbaumer, Hüttwiler- und Hasesee bestechen hier mit ihrer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. Der Thurgauer Rundwanderweg führte uns am zauberhaft schönen Nussbaumersee entlang, bevor uns die Markierung vom Gewässer wieder weglotste. Durch Felder hindurch gelangten wir mit Uerschhausen auf einen weiteren Ort zu. Wir liessen aber auch diesen schnell hinter uns. Unser Weg stieg nun auch wieder leicht in die Höhe und führte uns recht aussichtsreich am Waldrand entlang in den Wald hinein. Nachdem wir den Ort Trüttlikon gequert hatten, wanderten wir auf die Erhebung am Schaffetsbuck empor. Eine grosse Panoramatafel gab uns dort einen Überblick über die mögliche weitere und nähere Umgebung. Der Feldweg führte uns bei starken Wind auf die Hangkante der Rebberge des Iseliberges zu. Mit seinen über 50 Hektar Fläche zählt das Gebiet des Iselisberg heute zu den grössten zusammenhängenden Rebbergen des Kanton Thurgau. Mit besten Aussichten ins Thurtal wanderten wir gegen Westen zu. Ein Wanderweglein führte uns oberhalb des Berlingerhofes in den Wald hinein und folgten diesem über Stock und Stein ins Iiseobel hinab. Der Weg verbreiterte sich zu einem Waldsträsschen und gelangten so zur Kartause Ittingen. Das ehemalige Kartäuserkloster, dessen Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert zurück gehen, beherbergt heute ein Seminarhotel, ein Restaurant und eine Klosterladen. Die Markierungen lotsten uns unterhalb des Klosters vorbei und stiegen dann über Strässchen und Wanderweg gänzlich ins Thurtal hinab. Über die Strassenbrücke gelangten wir auf die andere Uferseite der Thur und folgten dann der Wegweisung, welch uns ans Ufer der Murg dirigierte. Das Natursträsschen führte uns fast schnurgerade am Flusslauf entlang und errichten so nach einiger Zeit den schönen Murg Auen Park. Dieser erhielt 2017 den Schulthess Gartenpreis für seine gelungene Renaturierung vom Militärgelände zum Stadtpark, welcher hier die Bewohner zur Naherholung einlädt. Wir durchquerten das Parkgelände zum Wasserkraftwerk und liessen uns dort von den Markierungen zum Bahnhof hin lotsten. Die letzte Etappe auf dem Thurgauer Rundwanderweg endete hier und wir hatten somit geschafft den gesamten Kanton Thurgau quasi zu umrunden. Schöne Wanderung mit 21.5 Kilometern in 5.5 Stunden Gehzeit. Insgesamt 325 Höhenmeter aufwärts.

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